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MariaDB 5.5 ersetzt MySQL

Soeben hat MySQL-Gründer Michael “Monty” Widenius die stabile Version 5.5.23 seine freie MYSQL-Alternative MariaDB veröffentlicht. Die MariaDB ist für Programmierer und Ersteller von Internetseiten dadurch so interessant, dass sie MySQL nicht nur direkt ersetzen kann, sondern im Vergleich mit Oracle’ s freier MySQL-Version auch viele Verbesserungen und Ergänzugen besitzt.

Dazu gehören auch beispielsweise der bessere Optimizer für komplexe Abfragen oder der effizientere dynamische Threadpool oder die Genauigkeit auf die Mikrosekunde, um nur einige Vorteile zu nennen.

Sehr interessant an Maria DB ist die Aria-Engine, die bis Mitte 2010 noch Maria genannt wurde. Aria soll ein moderner Ersatz für MyISAM sein. Sie ist weitgehend kompatibel zu MyISAM, kann aber auch transaktionale Tabellen führen. Aria gilt auch als Crashfest, weil sie nach einem Crash die Datenbank bis zum letzten »LOCK TABLES« zurückrollt.

Wer Internetseiten entwickelt, ist nicht schlecht beraten, sich MariaDB mal anzuschauen…

Mit dem Download MariaDB 5.5.23 wird auch eine Sicherheitslücke geschlossen, die auch in MySQL noch existiert. Monty geht davon aus, dass auch MySQL deshalb in Kürze ein Update bekommt.

Abmahnung wegen fremden Fotos in Facebook

Jetzt ist der erste Fall bekannt geworden, wo jemand eine Abmahnung wegen der “öffentlichen Zugänglichmachung (§ 19 UrhG) eines Lichtbilds auf Facebook” zugestellt bekam. Im Blog der Kanzlei Lampmann, Haberkamm, Rosenbaum kann man es nachlesen.

Die Besonderheit dabei ist, dass der Abgemahnte das Foto gar nicht selbst veröffentlicht hat. Ein Dritter brachte es auf die Pinnwand des Betroffenen. Die Anwaltskanzlei weist zwar darauf hin, dass der Abgemahnte “naturgemäß gar nicht überprüfen [kann], ob derjenige auch Rechteinhaber ist, der es auf der Pinnwand postet”, aber das scheint den Abmahner nicht zu interessieren.

Deshalb noch einmal der dringende Hinweis an alle Facebook-Nutzer, die Freigaben in den Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook so zu machen, dass man nur selbst Bilder auf der Pinnwand veröffentlichen kann.

HTTP 2.0 sorgt in Zukunft für schnellere Internetseiten

Es ist schon mehr als 20 Jahre her, dass Tim Berners-Lee mit seinem Team das Internetprotokoll HTTP entwickelt hat. Dies Protokoll legt fest, wie der Browser eine Internetseite mit ihren Komponenten (HTML, CSS, Javascript) anfordert und wie der Server darauf reagiert.

Bei einem Meeting in Paris wurde jetzt die Entwicklung der neuen Version des Protokolls HTTP von der Internet Engineering Task Force (IETF) gestartet. Es gibt schon vier Vorschläge, von denen die bekanntesten wohl “SPDY” von Google und “http Speed+Mobility” von Microsoft sind.

Diese zeigen teilweise Überschneidungen, teilweise auch Unterschiede. So hätte Google gerne Verschlüsselung als Normalfall, bei Microsoft’s Vorschlag ist es nur eine Option.

SPDY gibt es ja schon in Googles Browser Chrome und in Amazon’s Silk. Auch Firefox wird SPDY bald unterstützen. Serverseitig nutzen schon Google, Amazon und Twitter SPDY.

Google’s neue Programmiersprache Go ist fertig

Gut zwei Jahre nach der ersten Vorstellung hat Google jetzt mit der Version 1.0 seiner neuen Programmiersprache Go die erste stabile Version veröffentlicht. Die Sprache ist ein C-Ableger mit Multiprozessor-Unterstützung und ist daher besonders gut für die Systemprogrammierung geeignet.

Das Besondere an Go ist ein neuer objektorientierter Ansatz, bei dem komplett auf Klassen verzichtet wird. Es gibt auch keine While- oder Do-Schleifen.

Unter golang.org findet der Interessierte eine gute Dokumentation und diverse Tutorials, die den Einstieg in Go erleichtern. Sehr interessant ist auch das Tool “go fix”, dass die Kompilierungsdaten direkt aus dem Quellcode liest, so dass Make-Files nicht mehr nötig sind.

Adobe Photoshop CS6 als Beta veröffentlicht

Das Grafikwerkzeug für Ersteller gehobener Internetseiten kann jetzt zum ersten Mal getestet werden. Die Beta steht bei Adobe zum Download bereit.

Die neue Version bietet eine neue Oberfläche, Hintergrund-Speicherung und neue Retuschierfunktionen. Hinzu kommen auch neue Tools, zum Beispiel für die Videobearbeitung.

Für viele Funktionen wie Formgitter, Verflüssigen, Beleuchtung und Transformationen kann das Programm jetzt alle vorhandene Grafikprozessoren nutzen. Anders als bei der Vorversion Photoshop CS5 macht Adobe das jetzt bei Photoshop CS6 mitOpenGL, damit auch Benutzer mit AMD-Grafikprozessoren die Hardwarebeschleunigung nutzen können.

Die 3D-Bearbeitungsfunktionen und die Möglichkeiten der quantitativen Bildanalyse kann man auch mit der Beta testen. Sie werden aber letztendlich nur in der Premium-Version von Photoshop CS6 Extended zu nutzen sein.

Sicherheitslücken in Google Chrome 17 geschlossen

Gestern hat Google ein Sicherheitsupdate für Chrome 17 herausgebracht, mit dem neun Sicherheitslücken in der Windows-, Mac OS X- und Linux-Version geschlossen werden. Auch das Plugin Chrome Frame, mit dem sich die Fähigkeiten von Chrome im HTML5- und Javascript-Bereich auch in älteren Microsoft Browsern (Internet Explorer 6,7,8,9) unter Windows XP, Vista und 7 nutzen lassen, war von den Problemen betroffen.

Fünf der neun Sicherheitsproblem bezeichnet Google als “hoch riskant”. Darüber können Angreifer Schadcodeauf den Rechner bringen und ausführen.

Den Versionshinweisen kann man entnehmen, dass mit dem Update auch Probleme mit flashbasierten Spielen behoben werden, Speicherfehler bei Web GL Canvas und Probleme mit iFrames und CSS behoben. Darüber freuen sich besonders Web-Entwickler und Ersteller von Internetseiten, die diese neueren Funktionen schon nutzen.

Für das Auffinden der mit diesem Sicherheitsupdate geschlossenen Lücken hat Google den Entdeckern diesmal insgesamt 5.500 Prämie gezahlt.

PHP 5.4 ist freigegeben . Updaten, ja oder nein ?

Die soeben freigegebene neue Version 5.4 der beliebtesten Web-Programmiersprache PHP ist sicher ein Meilenstein für die Entwickler dynamischer Internetseiten.

Deutlich bessere Performance, effiziente Speicherverwaltung und neue Funktionen für das objektorientierte Programmieren sprechen für einen schnellen Umstieg auf die neue Hauptversion.

Traits zur Wiederverwendung von Methoden, Array-Dereferenzierung (Syntax Chaining) und sogar die Aktivierung eines eingebauten Webservers sind möglich.

Allerdings wurden auch viele Altlasten aus PHP entfernt: Safe Mode, Register Globals, Magic Quotes sind damit Geschichte.

Das macht es für kleinere Anbieter von Webhosting schwierig, denn wenn man einfach alle virtuellen Webs updatet, besteht eine Wahrscheinlichkeit, dass die eine oder andere dynamische Internetseite sich nicht mehr so verhält wie vorher. Diese Wahrscheinlichkeit ist umso höher, je älter die vorher verwendete PHP-Version ist.

Um das neue, bessere PHP 5.4 für neue Anwendungen nutzen zu können und die Vorteile für die Seitenerstellung zu nutzen ohne Gefahr zu laufen, dass alte Anwendungen nicht mehr sauber laufen, ist ein zweiter Internetserver mit dem neuen PHP eine gute Idee. Hier lohnt es sich bei seinem Webspace- oder Hosting-Anbieter nachzufragen.

Erste Windows 8 Beta ist jetzt für jedermann verfügbar

Zum Monatswechsel hat Microsoft eine erste öffentliche Beta des neuen Betriebssystems Windows 8 zum Download bereitgestellt. Man braucht sich für den Download weder registrieren noch anmelden.

Der Download ist ein ISO-Image einer DVD von 2,2-3,3 GB, je nach gewählter Version. Wie man damit Windows 8 installieren kann, wird auf der Download-Seite ausführlich beschrieben.

Die erste Beta gibt es als 32- oder 64-Bit-Version, eine Variante in deutscher Sprache wird auch angeboten.

Die öffentlich Beta von Windows 8 bietet eine gute Gelegenheit für Ersteller von Internetseiten und Apps, ein Gefühl dafür zu kriegen, wie ihre Anwendungen unter dem neuen Metro-Benutzerinterface laufen, denn das wird ja auch auf allen Mobilgeräten die Standard-Benutzeroberfläche sein.

Wie viele “stille SMS” lässt die Polizei versenden? – Eine schon nicht mehr lustige Geschichte zu den Programmierkosten eines Zählers

Wie viele andere Überwachungs- und Ausspähungsmaßnahmen des Staates gegen seine Bürger ist auch der Versand von sogenannten “stillen SMS” aktuell stark in der Diskussion.

Stille SMS werden auf dem Mobiltelefon nicht angezeigt, aber der Empfänger kann aus den dabei anfallenden Verbindungsdaten zu den Funkzellen ein präzises Bewegungsprofil des Überwachten erzeugen (eingebaute Spionage-Schnittstelle – Big Brother is watching you).

Auf eine Anfrage von zwei Abgeordneten der Linkspartei gab nach Informationen von Golem der niedersächsische Innenminister Schünemann (CDU) jetzt an, dass die Polizei Niedersachen zum Versenden von stillen SMS den Server eines privaten Dienstleisters nutzt. Dieser wird geheim gehalten, weil er fürchtet, wenn sein Inkognito gelüftet wird, hätte er erhebliche Nachteile in seiner Geschäftstätigkeit. Er rechnet sogar mit Angriffen auf seine Infrastruktur, wenn seine Dienstleistungen für die Polizei im Bereich der verdeckten Ermittlungen bekannt würden.

Der Hammer ist aber folgendes Statement:

“Danach kann durch die zurzeit zum Versand von Ortungsimpulsen genutzte Software die Anzahl von versandten ‘stillen SMS’ nicht generiert werden. Hierzu wäre eine Veränderung und neue Programmierung der bisher genutzten Software des Leistungsanbieters erforderlich. Nach vorsichtigen Schätzungen würde eine neue Programmierung der Software Kosten in Höhe von etwa 80.000 Euro verursachen.”

Es geht hier um einen einfachen Zähler, und der soll 80.000 € kosten? Bei solchen Kursen kann man sich als Programmierer und Ersteller von Internetseiten doch nichts besseres als öffentliche Auftraggeber wünschen…

Auch unter Linux geht die Flash-Ära zu Ende

Nach der neuen Roadmap für Flash gibt es bald keinen neuen Flash-Player mehr für Linux. In diesem Quartal will Adobe die letzte Version des Players veröffentlichen und dann noch fünf Jahre lang Sicherheits-Patches anbieten – danach ist auch unter Linux die Flash-Ära vorbei.

Schon im November hatte Adobe darüber informiert, dass Flash für mobile Browser nicht weiterentwickelt würde. Hier sieht auch Adobe die Zukunft klar bei HTML5.

Wer Internetseiten erstellt, muss sich jetzt langsam über die Konsequenzen klar werden, auch wenn Adobe für Browser unter Windows und Mac weiterhin Flash-Plugins bereitstellen will.