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PostgreSQL 9.6 ist soeben erschienen

postgresqlEntwickler können sich freuen: Nur wenige Monate nach der ersten Beta ist nun die finale Version der Open-Source-Datenbank PostgreSQL 9.6 erschienen. Die offensichtlichste Neuerung in dieser Version ist die Einführung von parallelen Queries:

Dabei können sequenzielle Scans bei strikten Read-only-Abfragen genauso parallelisiert ablaufen wie Aggregatfunktionen und Hash Joins. Weil diese parallele Ausführung (noch) nicht standardmäßig erfolgt, müssen Anwender sie zunächst erst einmal aktivieren.

Zur Kontrolle dient dabei der Parameter max_parallel_workers_per_gather in der Konfigurationsdatei, dessen Standardwert 0 bedeutet, dass keine Parallelisierung erfolgt.

Weil jeder Prozess eigene Ressourcen beansprucht, kann ein zu hoher Wert die Performance beeinträchtigen. So können zum Beispiel vier Arbeitsprozesse die benötigte CPU-Zeit, die Speicherauslastung und auch die benutzte  I/O-Bandbreite bis zu verfünffachen.

Auch das Backup-Tool Barman erschien als neue Version 2.o und sichert jetzt auch in Docker-Container und auf Windows.

Weitere Details finden Sie in der offiziellen Bekanntmachung der Veröffentlichung von PostgreSQL 9.6 und in den Release Notes der neuen Version. Auf der Download-Seite gibt es neben den Quellcodes auch Binaries für Windows, OS X, Solaris und zahlreiche Linux-Varianten zum Herunterladen.

Editor Vim 8.0 veröffentlicht

VimNach mehr als zehn Jahren haben die Entwickler des Editors Vim (Vi IMproved) jetzt die neue Hauptversion Vim 8.0 veröffentlicht.

Neu in Vim 8.0 sind Features wie die asynchrone Ein- und Ausgabe über sogenannte Channels für die Kommunikation zwischen Vim und externen Prozessen über Pipes und Sockets, Partials – also Funktionsreferenzen mit vorgegebenen Argumenten. Außerdem sind Fenster-IDs neu hinzugekommen, ebenso die drei Vimscript-Datentypen Special, Job und Channel, und darüber hinaus assert-Funktionen für Style-Tests.

Viele der Änderungen betreffen Plugin-Entwickler. Weil neu entwickelte Plug-ins bei bestimmten Funktionen nicht mit den älteren Versionen des Editors laufen können, wurde beschlossen, mit dem neuen Release einen großen Versionssprung zu vollziehen.

Zu den neuen Fähigkeiten des Editors gehört auch, dass Lua jetzt als benutzbare Skriptsprache aufgenommen wurde. Auch die Unterstützung für Lambda-Funktionen bzw. Closures haben die Entwickler mit Vim 8.0 erweitert. So gibt es unter anderem inzwischen mit test-functions eine passende Umgebung, um Funktionen und Skripte testen zu können

Weiterführende Informationen zum neuen Release gibt es in der Dokumentation.

Neue Javascript V8-Version senkt Speicherbedarf

v8logoGoogles V8-Team hat wie alle sechs Wochen turnusmäßig wieder einen Branch (Zweig) der JavaScript-Engine angelegt. Die gerade veröffentlichte Version 5.4 setzt wie ihr Vorgänger vor sechs Wochen auch besonders auf geringere Speicherauslastung und verbesserte Performance.

Für solche Endgeräte, die nur 512 MByte oder weniger RAM zur Verfügung haben, dient ein Teil der Optimierungen zur Verringerung von Speicherspitzen (Peak Memory).

Verbesserungen der Garbage Collection (Abfallsammlung) sollen den Speicher, den die Engine für interne Objekte maximal braucht, bis zu 40 Prozent reduzieren können.

Darüber hinaus hat das V8-Team auch die Speicherverwaltung des JavaScript-Parsers zur Vermeidung unnötiger Speicherzuweisungen vereinfacht, was insbesondere den Entwicklern von umfangreichen Skriptdateien hilft – dazu gehören auch mit dem Zwischencode asm.js erstellte Anwendungen. Diese Optimierungen verringern auch die Startzeit des Parsers merklich.

Browsertests – eine Frage des Glaubens?

browser-logosEs ist ja nicht gerade selten, daß man als Internet-Profi oder Webschaffender von Kunden nach einer Browserempfehlung gefragt wird. Es bleibt allerdings festzustellen, daß Tests der Browserhersteller selbst nur dafür zusammengestellt werden, das jeweils eigene Produkt über den grünen Klee zu loben und den Wettbewerb schlecht aussehen zu lassen.

Aktuell gibt es eine Herstellertest-Runde rund um Googles Browser Chrome, der für Durchschnittssurfer und Profis in meinen Augen zurzeit der empfehlenswerteste ist.

Microsoft hat eine Diskussion um Chromes angeblich erhöhten Stromverbrauch angezettelt und dafür vor drei Monaten einen Test veröffentlicht, in dem der hauseigene Browser Edge, den man als Profi aktuell kaum nutzen kann, am besten abschnitt und Chrome den letzten Platz belegte.

Als Antwort darauf hat jetzt Google ein eigenes Testvideo veröffentlicht, bei dem die Ergebnisse genau umgekehrt sind.

Genau wie Microsoft benutzte Google für den Test ein Microsoft Surface Book für seine Messungen. Getestet wurde dabei die diesen Monat veröffentlichte Version Chrome 53, die ja deutliche Verbesserungen beim Stromverbrauch bringen soll.

Aber auch der von Microsft im Test genutzte Chrome 46 läuft im Test – und kommt dabei zu einem weit besseren Ergebnis als bei Microsofts Vergleichstest. Einen Microsoft-Browser nahm Google nicht in sein Setting auf, wegen der identischen Hardwareplattform liegt ein Vergleich mit Microsofts Ergebnissen aber recht nahe.

Die Resultate beider Tests im Vergleich

stromverbrauch-browser-microsoftMicrosoft war mit seinem Test im Juni zu dem Ergebnis gekommen, dass Edge unter Windows 10 im Schnitt 36 Prozent weniger Strom verbrauche als Googles Chrome, wenn man auf typische Websites wie Facebook, Google und Youtube zugreife. Bei dauerhaftem Videostreaming spielte das Gerät mit Edge 7:22 Stunden mit, mit Chrome dagegen nur 4:19 Stunden.

Auch Google hat nun durch fortlaufendes Videostreaming getestet, und zwar mit Vimeo HD, um nicht in den Verdacht zu geraten, das Google gehörende Youtube sei speziell für Chrome optimiert.

Anders als bei dem Microsoft-Test hält das Surface Book mit Chrome 46 gleich 8:27 Stunden durch, also vier Stunden länger als in Microsofts Aufbau. Ein zweites Gerät mit dem neuen Chrome 53 kommt sogar auf 10:39 Stunden!

Auch Opera schlägt zurück

opera-powersaverNatürlich hat Microsoft mit seinem Test auch eine umgehende und passende Antwort von Opera provoziert. Der norwegische Browser-Hersteller konterte mit einem eigenen Versuchsaufbau, in dem Opera deutlich vorne lag.

Dem Wettbewerber warf Opera mangelnde Reproduzierbarkeit vor. Microsoft dagegen meinte, Opera hätte seinen Adblocker nicht aktivieren dürfen.

Mir fällt dazu ein alter Spruch aus der Vor-Intenet-Zeit ein: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast…

LG bringt riesigen Breitbild-Monitor 38UC99

LG38UC99Wer am PC Audios oder Videos bearbeitet, könnte den riesigen Curved-Widescreen-Monitor LG38UC99 interessant finden. LGs neues Display misst satte 37,5 Zoll in der Diagonalen und hat ein Seitenverhältnis von 21:9, was bei Computer-Bildschirmen seit ein paar Jahren immer beliebter wird.

Durch die breite Darstellung mit 3.840 x 1.600 Pixeln soll der 38UC99 LG zufolge vor allem Anwender in Bereichen ansprechen, in denen eine übersichtlichere Darstellung der Timeline essentiell ist. Obwohl LG die Frequenz generell mit 60 Hz angibt, unterstützt der neue Monitor AMDs Freesync mit 52 bis 75 Hz. 

Der LG38UC99 ist höhenverstell-, neig- und auch kippbar. LG will den 38UC99 ab Oktober 2016 für 1.400 Euro verkaufen, der kleinere Bruder 34UC97G-B mit 34 Zoll und 144 Hz soll 700 Euro kosten. 

Chrome 53 ohne Flash-Tracking

Chrome-LogoWer immer noch auf Flash baut, ist gut beraten, endlich auf HTML5 umzusteigen. Google hat jetzt mit den automatischen Updates auf Chrome 53 für  Linux, Mac OS X und Windows begonnen. Das Update schließt 33 Sicherheitslücken und verhindert wie angekündigt die Ausführung von Flash-Programmen im Hintergrund, die dem Tracking der Anwender dienen.

Nach Googles Ankündigung vom August sind heute ca. 90 Prozent aller Flash-Elemente für den Endanwender gar nicht sichtbar. Sie haben absolut keinen Nutzen für Besucher der Website und sorgen auch noch dafür, dass die Seite langsamer geladen wird.

Hauptsächlich rufen sie die Flash-APIs enumerateFonts und ExternalInterface auf, um so eine Liste der auf dem Rechner installierten Schriftarten und damit ein weiteres Merkmal zur Identifikation auch nicht eingeloggter Anwender zu bekommen – also für das sogenannte Fingerprinting.

Die neue Browser-Version Chrome 53.0.2785.89 steht ab sofort für Windows, Mac OS X und Linux zum Download bereit. Nutzer, die den Browser schon installiert haben, bekommen das Update automatisch, aber es kann auch von Googles Website geladen werden.

70 Millionen Dropbox-Zugangsdaten gestohlen

DropboxPawnedAnfang der Woche forderte der bei Internetschaffenden beliebte Cloud-Dienst Dropbox seine Nutzer angeblich rein vorsorglich zu einem Passwortwechsel auf, wenn ihr Zugangscode seit mindestens Mitte 2012 unverändert sein sollte, weil andernfalls ein unnötiges Sicherheitsrisiko bestehen würde.

Jetzt wissen wir auch, warum: Dropbox hat jetzt bestätigt, daß Hacker tatsächlich 68 Millionen Zugangsdaten von Kunden gestohlen haben. Nach Angaben von Patrick Heim, Head of Trust & Security bei Dropbox, stammen die Benutzernamen und Passwörter offensichtlich von Mitte 2012.

Dropbox-Accounts sind damit zwar geschützt, betroffene Nutzer, die ihr Passwort aber auch für andere Seiten nutzen, sollten entsprechende Schritte in die Wege leiten, um sich auch dort entsprechend zu schützen“, ergänzte Heim seine Information.

Über die Internetseite „Have I been pwned“ können Dropbox-Nutzer überprüfen, ob und in welchem Zusammenhang ihre Emailadresse und das entsprechende Passwort schon aufgetaucht sind.

Microsoft bringt Typescript 2.0 RC

TypeScript2.0Die Betaphase von Microsofts Programmiersprache Typescript 2.0 ist zwar schon zu Ende, aber der Konzern hat noch einen Release Candidate für letzte Tests freigegeben. TypeScript ist eine Obermenge von JavaScript, die inzwischen unter anderem durch das JavaScript-Framework Angular2 eine größere Verbreitung erfahren hat.

Nach dem Release der Betaversion haben die Entwickler nicht nur Bugfixes durchgeführt, sondern auch noch mehrere Neuerungen eingeführt.

So sind nun beispielsweise Platzhalter in den Pfadangaben der Konfigurationsdatei tsconfig.js zulässig, so daß sie sich sowohl in deren exclude- als auch im neuen include-Feld nutzen lassen.

Außer dem kennt TypeScript jetzt auch sogenannte Tagged Unions, die man auch als algebraische Datentypen kennt.

Den Release Candidate kann man via NuGet oder npm beziehen, sich TypeScript 2.0 RC for Visual Studio 2015 herunterladen oder ihn sich in Visual Studio Code installieren.

PHP: Domain aus einer URL auslesen

phpmarginZu den häufigeren Aufgaben eines Programmierers gehört es, die Domain aus einer URL auszulesen.

Zum Beispiel sollte aus der URL „http://www.homepage-anleitung.de/2016/08/javascript-alternative-dart-bringt-version-1-19/“ die Domain „www.homepage-anleitung.de“ isoliert werden.

Diese Aufgabe kann man als eigene kleine Funktion auf Basis von ParseUrl() realisieren:

function getHost($url) {
$parseUrl = parse_url(trim($url)); return trim($parseUrl[host] ? $parseUrl[host] : array_shift(explode(‚/‘, $parseUrl[path], 2))); }

Hier einige Aufrufe der Funktion getHost() und die Ergebnisse dazu:

getHost(„homepage-anleitung.de“); -> homepage-anleitung.de
getHost(„http://homepage-anleitung.de“); -> homepage-anleitung.de
getHost(„www.homepage-anleitung.de“); -> www.homepage-anleitung.de
getHost(„sub.homepage-anleitung.de“); -> sub.homepage-anleitung.de
getHost(„http://homepage-anleitung.de/datei.php“); -> homepage-anleitung.de