Archive for the Category »Allgemein «

Zeichenprogamm Krita 3.0 jetzt mit Animation

krita3Für Webschaffende, die auch gelegentlich Animationen brauchen, gibt es eine neue Alternative: Die neueste Version des Zeichenprogramms Krita 3.0 kommt mit vielen neuen Funktionen und Verbesserungen daher. Das Projektteam nennt Krita 3.0 ein „Animation Release„, weil die neue Ausgabe des beliebten Open-Source-Zeichenprogramms aus dem KDE-Projekt auch Werkzeuge für (2D-)Animationen und eine „Instant Preview“ besitzt. Die Codebasis des Programms wurde auf Qt 5 und KDE Frameworks 5 portiert.

Mit Krita 3.0 kann man jetzt recht einfach 2D-Frame-by-Frame-Animationen zeichnen und auch in unterschiedlicher Geschwindigkeit abspielen. Dabei kann das Programm auch ein Overlay des vorherigen und des folgenden Frames anzeigen (Onion Skinning), womit sich Animationen perfektionieren lassen.

Krita kann auch Bildersequenzen als Animationsebene importieren oder zur Weiterbearbeitung durch andere Programme exportieren. Auch neu ist die Funktion Instant Preview, die die Auswirkungen von Farbänderungen, Effekten und anderen Modifikationen sofort auch in sehr großen Dokumenten anzeigt. Die vielen weiteren Neuerungen wie beispielsweise für die Arbeit mit Ebenen, stellen die Release Notes recht detailliert vor.

Auf der Website des Projekts steht Krita 3.0 für Linux, Mac OS und Windows zum Download bereit. Für Linux gibt es das Programm ausschließlich als AppImage, die laut Beschreibung auf allen Linux-Distributionen funktionieren sollten.

Das heruntergeladene AppImage muss nur ausführbar gemacht werden und kann es dann sofort starten. Die nötigen Bibliotheken bringt das Paket schon mit, es wird allerdings nicht durch die Paketverwaltung aktualisiert.

Perl 5.24 mit Unicode und mehr Leistung

Perl5.24Im Mai gibt es wieder eine neue Version der Programmiersprache Perl. Die Versionsnummer 5.24 verrät, dass es sich noch um den älteren 5er-Zweig handelt und nicht um die neue 6er Hauptversion.

Das jetzt verfügbare Perl 5.24 soll deutlich schneller sein und jetzt auch Unicode 8 beherrschen. Inzwischen wurde auch die bisher experimentelle Postfix-Dereferenzierung angenommen – die Funktionen der automatischen Dereferenzierung und lexikalischen Kontextvariablen (my $_) wurden also entfernt.

Gerade ein Jahr nach dem Erscheinen von Perl 6 versteht sich Perl 5 zunehmend als eine Art Arbeitspferd, das weiter auf Zuverlässigkeit und Fehlerfreiheit hin optimiert wird, statt mit Neuheiten glänzen zu müssen.

 

Patch KB3133977 für Windows 7 kann Rechner lahmlegen

MSPatchdayDas schon einige Zeit verfügbare Update KB3133977 für Windows 7 beseitigt ein Problem mit dem betriebssystemeigenen Programm zur Verschlüsselung „Bitlocker“ – und macht auf einigen PCs mit ASUS-Motherboards Probleme.
Nach der Installation dieses Patches lässt sich das Betriebssystem nicht mehr starten und das UEFI-BIOS meldet eine „Secure Boot Violation„.
Das Sicherheitsmerkmal Secure Boot ist aber erst ab der Version 8 des Betriebssystems Windows .
Der Grundfehler mit diesem Update ist offenbar, dass das UEFI-BIOS nach der Installation fälschlicherweise davon ausgeht, das Betriebssystem sei zu Secure-Boot in der Lage.
WinSecureBootViolationErsten Meldungen von Benutzern zu diesem Problem gab es schon kurz nach Veröffentlichung des Patches im März. Allerdings ging man bei Microsoft offenbar diesen Meldungen nicht wirklich nach und setzte dann am 12. April den Status des Updates sogar von „optional“ auf „empfohlen“ herauf.
Dies nicht besonders schlaue Verhalten löste natürlich bei vielen Systemen mit ASUS-Mainboards nun auch die automatische Installation des fehlerhaften Patches aus und führte in der Folge zu noch deutlich mehr Fehlermeldungen.
Inzwischen wissen wir, daß Microsoft im Grunde nichts falsch gemacht hat, sondern daß der Hersteller der betroffenen Mainboards, die Firma ASUS, für diesen Fehler verantwortlich zeichnet.
Nach deren Hinweisen lässt sich das Problem aber zügig mit den Bordmitteln lösen. ASUS hat dazu eine gut bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung veröffentlicht.

Android Studio 2.0 für Entwickler

AndroidStudioEmulatorSchon vor seiner I/O-Konferenz im Mai hat Google soeben die nächste Version seiner Entwicklungsumgebung (IDE) für Android-Apps,  Android Studio Version 2.0, veröffentlicht.

Die merklich überarbeitete IDE basiert immer noch auf JetBrains‘ Java-Entwicklungsumgebung IntelliJ IDEA, und zwar auf der Version 15, und steht kostenlos zum Download für die Betriebssysteme Windows, OS X und Linux zur Verfügung.

Im neuen Release 2.0 finden sich viele Neuerungen, die im Wesentlichen die Produktivität verbessern. Weitergehende Details dazu finden Sie in einem Artikel bei Heise.

Build 2016: Ubuntu läuft unter Windows 10

UbuntuBashWin10Ein neues Windows-Subsystem erlaubt es, ein Linux-System unter dem Betriebssystem Windows 10 von Microsoft zu starten, ohne dafür eine Virtualisierungslösung nutzen zu müssen.

Bei einer Präsentation auf der Messe Build 2016 zeigte Microsoft als erste Anwendung des Gemeinschaftsprojektes mit Ubuntu-Hersteller Canonical die Bash- Shell, die unter diesem Linux-System läuft. Die Bash sei zu diesem Zweck nicht etwa cross-kompiliert worden, sondern laufe nativ in dem Ubuntu, unterstrich Microsoft. Der Linux-Editor Emacs wurde ebenfalls in dieser Umgebung vorgeführt.

Dieses Angebot richtet sich wohl vor allem an Web-Entwickler – warum sollte sich auch Normaluser die monochrome Kommandozeilenklempnerei unter Linux antun…

PiDrive: Festplatte für den Raspberry Pi

WDpidriveDie Kapazität von 314 GB (Kreiszahl Pi = 3,14) weist auf den Einsatzzweck hin: Die speziell für den Kleinstrechner Raspberry Pi und den Pi-Tag hat Festplatten-Hersteller Western Digital den PiDrive herausgebracht.

Wer IoT-Anbindungen über diese Kleinstrechner realisiert, kennt die Probleme mit USB-Drives oder SD-Chips als Massenspeicher. Gerade die bei großen Kapazitäten teuren SD-Speicher oder stromhungrige USB-Drives kann diese Festplatte sehr gut ersetzen.

Anstelle von SATA kommt das USB-Interface des Pi mit voller Kapazität als Interface zum Einsatz. Außerdem ist auf der Festplatte auch schon der Bootlader BerryBoot zum Betreiben mehrerer Betriebssysteme installiert. Weitere Details zum PiDrive finden Sie in der WD-Ankündigung.

Der PiDrive ist mit den Raspi-Modellen B+, 2 Model B und 3 kompatibel und wird mit einem Gehäuse und einem Anschlußkabel geliefert.

Allerdings ist die neue Festplatte nicht in Deutschland, dafür aber in mehreren europäischen Ländern wie beispielsweise in Österreich erhältlich. Sie kostet normalerweise 45,81 US-Dollar, ist aber aktuell schon für 31,42 US-Dollar im Angebot – das ist immerhin unter 30 Euro. Western Digital hat auch ein Modell mit einer Kapazität von 1 TByte in seinem Angebot.

Neue Version 0.67 des SSH-Clients Putty

puttyBei dem beliebten SSH-Client Putty wurde mit der gerade veröffentlichten neuen Version 0.67 eine Sicherheitslücke bei der Verwendung von PSCP, dem älteren SCP-Protokoll, geschlossen.

Durch diese Schwachstelle waren theoretisch die Ausführung von Schadcode und sogar die Übernahme des Clients möglich. Außerdem beseitigt Putty 0.67 einige kleinere Fehler der Vorversion.

Wer noch mit Putty in der Version 0.66 auf seinen Server geht, kann die Nutzung des neuen SFTP-Protokolls erzwingen, indem er einfach „-sftp“ eingibt. Sinnvoller ist es natürlich, den SSH-Client in der aktuellen Version 0.67 Beta herunterzuladen

Chrome 49 schließt 26 Sicherheitslücken

Chrome-LogoHersteller Google hat gerade eine neue Version seines Browsers Chrome 49 zum Download bereitgestellt. Chrome 49 korrigiert viele Fehler und enthält zusätzlich auch neue Funktionen für Entwickler.

Hauptsächlich stopft das Update aber 26 Sicherheitslücken. Von mindestens acht der Anfälligkeiten geht ein hohes Risiko für Benutzer und Rechner aus. Angreifer könnten Schadcode einschleusen und auch ausführen.

Nutzer, die Chrome schon installiert haben, erhalten das Update automatisch – allerdings erst nach einem Neustart des Programms. Chrome 49 für Windows, Mac OS X und Linux kann alternativ auch von der Google-Website geladen werden.

Erste Patches für die Glibc-Sicherheitslücke

linuxNahezu genauso verbreitet wie das Betriebssystem Linux selbst ist leider auch die Sicherheitslücke mit dem Bezeichner CVE-2015-7547, allgemein als glibc-Lücke bekannt.

Inzwischen haben mehrere Hersteller reagiert und dazu Sicherheits-Updates herausgegeben, die die Schwachstelle in den Netzwerkfunktionen der glibc schließen.

Durch diese Lücke können Angreifer Linux-Systeme aus der Ferne mit Hilfe von speziell präparierte DNS-Paketen übernehmen.

Bei Zyxel gibt es zum Beispiel ein Hotfix für die VPN-Firewalls der ZyWALL-Serie, für die Unified Security Gateways und für die Small Business Gateways. Der Patch soll aktuell schon über den ZyXEL-Support erhältlich sein, nächste Woche sollen dann abgesicherte Firmwareupdates folgen.

Weitere Details zu den Reaktionen weiterer Hersteller wie Citrix oder VMWare finden Sie in einem aktuellen Artikel bei Heise.