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Firefox Aurora wird eingestellt

Die Firefox-Entwickler räumen die Vorabversionen des Browsers auf und trennen sich vom Aurora Channel, der zwischen den auch künftig weiter verfügbaren Nightly Builds und den Betaversionen lag.

Nach einer Erklärung des Firefox-Teams hat der Test-Channel Aurora seine Erwartungen als erster stabilisierter Kanal nicht wirklich erfüllt. Anwender sollen durch die jetzige Änderung eine klare Auswahl zwischen Nightly mit experimentellen Features und Beta für eine stabilere Vorschau haben.

Die Firefox-Entwickler hatten den Aurora Channel vor sechs Jahren mit dem Wechsel von Version 5 auf kürzere Releasezyklen eingeführt, um dadurch mehr Rückmeldungen der Benutzer vor der jeweiligen Betaphase zu erhalten.

Laut ihrer Erklärung sind die Prozesse inzwischen moderner geworden, so dass sich das Team glaubt, stabilere Varianten des Browsers auch ohne die zusätzliche sechs- bis achtwöchige Aurora-Phase erstellen zu können. Neue Features werden künftig vom Nightly in den Beta Channel hinüberwandern, wenn sie die zuvor festgelegten Kriterien erfüllen.

Keine modalen JavaScripts mehr in Chrome

Googles Browser Chromium soll in Zukunft anders mit JavaScript-Dialogen umgehen. Die Entwickler planen, dass solche Dialoge zumindest nicht mehr modal sind, das heißt, dass sie die JavaScript-Anwendung bis zur Reaktion des Nutzers anhalten. Die Methode ist bei Scammern beliebt, um Anwender beispielsweise auf vermeintliche Infektionen hinzuweisen.

Deshalb sollen über alert(), confirm() oder prompt() erstellte Dialoge demnächst nicht mehr App-modal sein, sondern wie auch schon in Safari 9.1 beim Wechseln des Tabs automatisch geschlossen werden. Ein Beitrag auf Googles Developer Site empfiehlt Entwicklern auch, JavaScript-Dialoge durch andere Methoden zu ersetzen: Für Benachrichtigungen wird die Notifications API empfohlen und für Eingaben des Nutzers das HTML-Element <dialog>.

Die sehr nervige Benutzung von onbeforeunload-Strings, die für Dialoge à laWollen Sie diese Seite wirklich verlassen?“ beliebt sind, funktioniert in den aktuellen Versionen von Chrome, Firefox und Safari sowieso nicht mehr.

Mittelfristig möchte das Chromium-Team in den Google-Browser einen Gate-Mechanismus einbringen, der JavaScript-Dialoge auf Internetseiten komplett unterbindet, die insgesamt nur eine geringe Nutzerinteraktion anbieten.

c’t-Sonderheft „Programmieren“ im Handel

Programmierer müssen immer auf dem Laufenden sein, was aktuelle Entwicklungen in der Programmierung von Anwendungen (Programme bzw. Apps) angeht. Eine gute Quelle für Informationen zu aktuellen Trends, neuen Techniken mit Tutorials und Programmier-Projekten ist das gerade erschienene Sonderheft „Programmieren“ der führenden Computerzeitschrift c’t aus dem Hause Heise.

Zu einem der Schwerpunkte des Sonderhefts zählen mobile Apps für Android und iOS, denn viele Android-Entwickler suchen nach Alternativen zu Java wie beispielsweise JetBrains „Kotlin“. Kotlin bringt uns das Heft in einem dreiteiligen Tutorial (Einführung, Testmöglichkeiten und Architektur) näher.

Für Apple-Programmierer gibt es einen Zweiteiler zum Thema Sicherheit, der ihnen zeigt, wie sie sich gegen Angriffe auf ihre Apps wehren können.

In anderen Beiträgen werden komplexe Anwendungen mithilfe von Facebooks JavaScript-Framework React zerlegt und praktische Anwendungsbeispiele für einfache und komplexere Aufgaben unter Python behandelt.

Auch der Frage, wie progressive Web-Apps die Grenzen zwischen responsivem Webdesign und hybriden Apps verwischen könnten, wird in dem Sonderheft nachgegangen.

Ab sofort kann das 9,90 Euro teure Heft „c’t Programmieren 2017“ über den heise Shop vorbestellt werden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Versand bis zum 26. März 2017 versandkostenfrei.

Als digitale Version kostet das Heft nur noch 8,99 Euro; bestellen kann man es über die c’t-App für Android oder iOS sowie im PDF-Format als E-Book. In der nächsten Woche (ab dem 20. März) ist das Sonderheft dann auch im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Raspberry bringt das Compute Module 3

Soeben hat die Raspberry Pi Foundation ihr Compute Module 3 vorgestellt. Das ist eine verkleinerte Variante des Einplatinen-Computers Raspberry Pi 3, die in Consumer-Elektronik-Geräten wie Fernsehern und Medienplayern oder auch Industriesteuerungen zum Einsatz kommen soll.

Im Vergleich zu dem 2014 veröffentlichten ersten Raspberry Pi-Kleinstcomputer hat das neue Modell die zehnfache Rechenleistung und einen doppelt so großen Arbeitsspeicher.

Die Entwickler setzen genau wie beim Raspberry Pi 3 auch beim Compute Module 3 auf den 64-Bit-Prozessor BCM2837 von Broadcom, der bis zu 1,2 GHz takten kann. Dazu kommen 1 GByte RAM-Arbeitsspeicher und ein 4 GByte große Flash-Massenspeicher. Um die Größe des Einplatinenrechners zu reduzieren und den Anforderungen an Industrie-Anwendungen gerecht zu werden, wurde dabei auf sämtliche Anschlüsse verzichtet.

Das Ende der Cookie-Warnungen

Gestern hat die EU-Kommission ihren offiziellen Entwurf für eine neue Verordnung zum Schutz der Privatsphäre vorgelegt. Die sogenannte E-Privacy-Verordnung soll ab Mitte des nächsten Jahres an die Stelle der bisher geltende ePrivacy-Richtlinie und die ergänzende Cookie-Richtlinie aus dem Jahr 2009 treten. Schon im letzten Monat wurde ein Vorentwurf dazu geleakt.

Dieser Vorentwurf machte schon deutlich klar, was sich bei dem aktuellen Entwurf bestätigt: Die EU-Kommission will die Cookie-Regeln für Verbraucher stark vereinfachen.

Die leidigen Cookie-Warn-Banner, die aus Angst vor Abmahnern von den Seitenbetreibern geschaltet werden, sollen schon bald der Vergangenheit angehören. Betreiber von Internetseiten sollen dann nicht mehr über Cookies informieren müssen, die nur zur Konfiguration dienen, zum Beispiel dem Session-Tracking von Einkaufskörben in Online-Shops.

Google veröffentlicht Chrome 55

Chrome-LogoSoeben hat Google seinen Browser Chrome auf die Version 55.0.2883.75 upgedatet. Diese Aktualisierung, die in den nächsten Tagen beziehungsweise Wochen allen Nutzern von Chrome unter Windows, Mac OS X und Linux zur Verfügung stehen soll, schließt insgesamt 36 Sicherheitslücken im aktuell beliebtesten aller Browser. Von mindestens zwölf der Anfälligkeiten soll definitiv ein hohes Risiko ausgehen.

Da noch nicht alle Nutzer auf die neue Version des Browsers umgestiegen sind, hält Google noch Details zu mehreren der Sicherheitslücken zurück. So geht man dort auch immer dann vor, wenn Bibliotheken von Drittanbietern betroffen sind, die wiederum Teil von anderen, noch nicht gepatchten Projekten sind.

Als sehr schwerwiegend bewertet Google den Bug (CVE-2016-9651), der den Zugriff auf persönliche Einstellungen in der JavaScript-Engine V8 möglich macht. Gemeldet wurde diese Schwachstelle von Guang Gong von Alpha Team Of Qihoo 360. Als Belohnung dafür erhält Guang Gong von Google einen in der Höhe nicht bekannten Geldbetrag.

Zero-Day-Lücke in Firefox geschlossen

firefox-logoMozilla hat soeben seinen Browser Firefox auf die Version 50.0.2 aktualisiert. Das ist inzwischen schon das zweite Update außer der Reihe für den Feuerfuchs innerhalb einer Woche.

Mit diesem Patch schließen die Entwickler eine vorgestern bekannt gewordene kritische Zero-Day-Lücke, die insbesondere die Nutzer des Browsers als Tor-Browser für das Anonymisierungsnetzwerk The Onion Router (Tor) bedrohte.

Nach dem Security Advisory steckte das Problem in der Browser-Komponente SVG Animation: ein Use-after-free-Bug erlaubte es, Schadcode einzuschleusen und dann auch auszuführen. Davon betroffen sind Firefox 50.0.1 und ältere Versionen, das Extended Support Release 45.5.0 und der Email-Client Thunderbird in Version 45.5.0 und älter.

Das Firefox-Update kann man seit gestern manuell für Windows, Mac OS X und Linux von Mozillas Internetseite herunterladen. Vorhandene Firefox-Installationen sollten sich inzwischen schon automatisch aktualisiert haben.

Angriff auf Tor-Nutzer mit Javascript

torBenutzer des Tor-Browsers werden aktuell aktiv über eine Zero-Day-Lücke angegriffen, die letztlich einen Fehler im Speichermanagement des zugrundeliegenden  Firefox-Browsers ausnutzt.

Eventuell sind auch Nutzer des Firefox-Browsers ohne Tor-Bundle betroffen. Die Sicherheitslücke soll es Angreifern erlauben, ihren Code auf dem Rechner der Tor-Nutzer auszuführen. Der vermutlich verwendete Schadcode wurde schon auf einer Tor-Mailingliste gepostet. Browser-Hersteller Mozilla arbeitet noch an einem Patch, um die Sicherheitslücke zu schließen.

Sicherheitsforscher weisen darauf hin, dass der verwendete Angriff einer Attacke aus dem Jahr 2013 sehr ähnlich ist. So schreibt Twitter-Nutzer @TheWack0lian„Es ist eigentlich fast exakt der gleiche Payload wie er im Jahr 2013 benutzt wurde.“

Damals hatte die Bundespolizei der USA, das FBI, einen Server, der mutmaßlich an der Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen an Kindern beteiligt war, mit diesem Exploit infiziert, um einzelne Tor-Nutzer zu enttarnen.

Neuer Tiobe-Index der Programmiersprachen

tiobe201611Es ist wieder soweit: Wie in jedem Monat hat TIOBE seinen Programmiersprachenindex auf der Basis von Ergebnissen verschiedener Suchmaschinen soeben veröffentlicht. In dieser aktuellen Rangliste können die schonim Juli in die Top 10 eingezogenen Assemblersprachen ihre Position weiter festigen.

Offensichtlich gibt es auch weiterhin einen deutlichen Bedarf an hardwarenaher Programmierung – zum Beispiel im Internet der Dinge (IoT – Internet of Things). In der Spitzengruppe fällt ganz besonders die gestärkte Position von Microsofts Visual Basic .NET zu Lasten von JavaScript und PHP auf.

Projekt Quantum: Mozillas künftige Browser-Engine

projectquantumBrowserhersteller Mozilla gibt einen Ausblick auf die Zukunft seiner Browser-Engine Gecko: Bis zum Ende des nächsten Jahres sollen „erhebliche Verbesserungen“ bei den Nutzern ankommen, verspricht Chef-Entwickler David Bryant in einem Blogeintrag.

Die „Project Quantum“ getaufte Entwicklung soll Gecko auf PCs und Mobilgeräten merklich beschleunigen, insbesondere durch Parallelisierung und Nutzung  von GPUs. Dazu wolle man einige Komponenten von Servo übernehmen, der Engine, an der Mozilla schon seit 2013 arbeitet. Vor drei Monaten veröffentlichte Mozilla schon eine erste Preview-Version von Servo.

Einige der Neuerungen werden in Mozillas Programmiersprache Rust geschrieben, die im Vergleich zu C++ mehr Geschwindigkeit und Sicherheit bringen kann.  Erste in Rust entwickelte Bestandteile haben schon im August Einzug in Mozillas Browser Firefox gehalten.