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Kostenlose Google-IDE Android Studio für Apps

Zum Schreiben der Apps genannten Programme für Android-Geräte stehen den Entwicklern viele unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung. Schon seit 2013 bietet Google auch eine eigene Umgebung zu diesem Zweck:Die IDE Android Studio.

Nach einem Testbericht in der Zeitschrift iX fallen im praktischen Einsatz keine ausgesprochen drastischen Schwächen des kostenlosen Entwicklungswerkzeugs auf.

Ganz im Gegenteil: Mit einer nachvollziehbaren Aufteilung der grafischen Oberfläche, vielen Vorlagen und Beispielen, einem hilfreichen Assistenten und auch Übersetzungsfunktionen können angehende Entwickler recht schnell ihre erste Anwendung für Smartphones und Tablets unter Android erstellen.

Auch Tools für Profis

Für erfahrenere Programmierer erlaubt das direkte Debugging im Emulator, Fehler einzugrenzen und zu beseitigen. Dabei können sie gleichzeitig die Auslastung des Prozessors, des Grafikchips oder des Arbeitsspeichers beobachten – hilfreich zum Erstellen von Apps ohne Ruckeln oder Wartezeiten.

Wenn die Anwendung dann fertig ist, könnte eine wichtige Funktion die IDE noch deutlich verbessern: Die erstellte App können Entwickler nämlich bisher nicht ohne eine zusätzliche Erweiterung direkt aus der IDE heraus in Googles Play Store veröffentlichen – hier könnte der Hersteller noch nachlegen!.

Die kommende Version 3.0 (getestet wurde Version 2.3.3) hat sich Google einige weitere praktische Neuerungen ausgedacht, wobei die direkte Unterstützung der Sprache Kotlin wohl das Highlight ist. Eine detaillierte Einführung in die Stärken und Schwächen von Android Studio finden Interessierte in dem iX-Artikel.

Oracles Java-9-Modulsystem ohne Mehrheit

Der aktuelle Entwicklungsstand des Java Platform Module System (JPMS) hat in der Abstimmung beim Public Review Ballot  keine Mehrheit bekommen. Oracle, das die Entwicklung des für Java 9 geplanten Modulsytems für die Programmierplattform federführend ist, hat jetzt noch einen Monat Zeit, den zuständigen Java Specification Request JSR 376 zu überarbeiten. Dann wird das Expertengremium innerhalb des Java Community Process (JCP) noch einmal über das Modularisierungsprojekt Jigsaw abstimmen.

Sollte Jigsaw wieder nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit bekommen, muss es nach den Regeln des JCP gestoppt werden, was dann auch das Scheitern des Projektes Jigsaw besiegeln würde.

Nur 10 der 23 Stimmberechtigten sprachen sich gestern für den Vorschlag von Oracle aus. Red Hat und IBM kritisierten, dass Jigsaw zwar erfolgreich bei der Modularisierung von Java selbst funktioniert habe, aber in „echten“ Anwendungsszenarien weitgehend ungeprüft sei und viele existierende Java-Anwendungen unter Jigsaw nicht möglich seien oder erhebliche Architekturanpassungen erfordern würden.

Keine modalen JavaScripts mehr in Chrome

Googles Browser Chromium soll in Zukunft anders mit JavaScript-Dialogen umgehen. Die Entwickler planen, dass solche Dialoge zumindest nicht mehr modal sind, das heißt, dass sie die JavaScript-Anwendung bis zur Reaktion des Nutzers anhalten. Die Methode ist bei Scammern beliebt, um Anwender beispielsweise auf vermeintliche Infektionen hinzuweisen.

Deshalb sollen über alert(), confirm() oder prompt() erstellte Dialoge demnächst nicht mehr App-modal sein, sondern wie auch schon in Safari 9.1 beim Wechseln des Tabs automatisch geschlossen werden. Ein Beitrag auf Googles Developer Site empfiehlt Entwicklern auch, JavaScript-Dialoge durch andere Methoden zu ersetzen: Für Benachrichtigungen wird die Notifications API empfohlen und für Eingaben des Nutzers das HTML-Element <dialog>.

Die sehr nervige Benutzung von onbeforeunload-Strings, die für Dialoge à laWollen Sie diese Seite wirklich verlassen?“ beliebt sind, funktioniert in den aktuellen Versionen von Chrome, Firefox und Safari sowieso nicht mehr.

Mittelfristig möchte das Chromium-Team in den Google-Browser einen Gate-Mechanismus einbringen, der JavaScript-Dialoge auf Internetseiten komplett unterbindet, die insgesamt nur eine geringe Nutzerinteraktion anbieten.

Datenbank-Proxy MaxScale von MariaDB

MariaDBmaxscaleDas durch seine gleichnamige Datenbank bekannte Unternehmen MariaDB hat mit MaxScale ein neues, quelloffenes Tool bereitgestellt, mit dem man seine Datenbankinfrastruktur bei Bedarf schnell ändern kann, ohne dabei den Code auf der Ebene der Anwendungen anpassen zu müssen.

Der Proxy ist also eine Art Abstraktionsschicht zwischen Anwendung und Backend, wobei in letzterem aktuell nur MySQL- und MariaDB-Datenbanken vorgesehen sind. MaxScale beherrscht nach Herstellerangaben Load Balancing für MariaDB Galera Cluster und Master-Slave Replication, sowie MySQL Server Replication.

Beim Ausfall einzelner Knoten soll der Proxy außerdem dafür sorgen, dass das keine merklichen Ausfallzeit verursacht.

WebIDE von Mozilla in Firefox-Browser integriert

MozillaWebIDEFür die Entwicklung von Webanwendungen braucht man nicht unbedingt verschiedene Werkzeuge und Vorlagen, die man extra irgendwo herunterladen muss? Dafür reicht schließlich auch der Browser, meint Mozilla.

Das Unternehmen teilt mit, eine integrierte Entwicklungsumgebung (IDE) sei jetzt Bestandteil der Nightly-Builds von Firefox. Sie nennt sich einfach nur WebIDE.

Damit die Entwickler bei der Benutzung der WebIDE nicht ganz von vorn anfangen müssen, ist eine Beispiel-App als Vorlage enthalten, die im Grunde nur einen kleinen Button zeigt.

Mit den Werkzeugen der DIE kann man dann die eigentliche Entwicklung vornehmen. Die WebIDE erlaubt neben dem Schreiben auch das Testen direkt im Browser. Die Anwendung kann man aber auch einfach auf Firefox OS Geräten oder Simulatoren installieren. Mit den bekannten Entwicklerwerkzeugen im Firefox-Browser kann das erstellte Programm dann wie gehabt debuggen.