Tag-Archive for » Mozilla «

Die Performance von Firefox 55

Firefox-Entwickler Dietrich Alaya berichtet in seinem Blog von der angeblich drastischen Performanceverbesserung des 55er Feuerfuchses. Mit viel Aufwand lädt der Mann ein Profil von ca. 1.700 Internetseiten – allerdings ohne mit dem Internet verbunden zu sein – und freut sich dann, dass das relativ wenig Speicher verbraucht…

Dieser Test zeigt zwar bei den unterschiedlichsten Firefox-Versionen gemäß der Grafik eine Super-Performance an, aber alle üblichen Tests wie beispielsweise Speedometer, Motion Mark oder ARES 6 zeigen nach einem Bericht von ZDNet, dass der Mozilla-Browser nicht wirklich nennenswert an Performance gewonnen hat und Firefox schneidet dabei auch im Vergleich mit Googles Chrome deutlich schwächer ab.

Es bleibt also für Mozilla noch einiges zu tun.

Erstes Update für Firefox Klar

Seit einem Monat ist die Android-Version des Privatsphäre-Browsers Firefox Focus unter dem Namen Firefox Klar veröffentlicht.

Firefox Klar kann man kostenlos bei Google Play (Android) und bei iTunes (iOS) herunterladen. Für die nächsten Monate hat Mozilla weitere „tolle Updates“ angekündigt.

Nachdem im letzten Monat schon eine Million Nutzer den Browser heruntergeladen haben, gibt Mozilla jetzt ein Update mit drei von den Usern gewünschten neuen Funktionen heraus.

Nicht für alle, aber für „die meisten Video-Seiten“ bietet Firefox Klar einen Vollbild-Videomodus – dummerweise funktioniert das aber ausgerechnet beim weltweit meistgenutzten Video-Portal YouTube noch nicht.

Ein Fehler bei Google stört die Funktion. Sie soll aber nachgebessert werden, sobald Google die nötige Korrektur realisiert hat, verspricht der Hersteller.

Außerdem kann der Browser mit dem Update „alle Arten von Dateien herunterladen“. Die dritte Neuerung sind die jetzt mit einem Shortcut zu Firefox Klar ausgestatteten Benachrichtigungen. Diese kleinen Hinweise erinnern den Benutzer daran, seinen Suchverlauf zu löschen.

Firefox-Browser trackt seine User mit Google Analytics

Ausgerechnet Mozilla mit seinen erklärten hohen Ansprüchen zum Datenschutz seiner User schlampte laut dem Mozilla-Manifest.

In diesem Paper heißt es in Punkt 4: „Die Sicherheit und der Schutz der Daten einer Person im Internet sind von grundlegender Bedeutung und dürfen nicht als optional betrachtet werden.“

Dummerweise nutzte der Mozilla-Browser Firefox aber offenbar Google Analytics, und zwar ohne seine Nutzer darüber zu informieren.

Das brachte kürzlich unter anderem der Nutzer Nicolas Petton per Twitter ans Licht, berichtet unter anderem Ghacks. Zum Tracking mit Analytics kommt es allerdings nur dann, wenn in den Add-ons des Browsers die Registerkarte Add-ons entdecken angeklickt wird.

Mozilla gibt den Fehler zu und verspricht Besserung

Inzwischen bestätigte Mozilla-Mitarbeiter Matthew Riley MacPherson, dass die Add-on-Verwaltung in der Tat einen iFrame mit Inhalten lade, die auf einer Mozilla-Internetpräsenz gehostet seien, in welcher das Google-Analytics-Skript enthalten sei.

Gemäß einer speziellen Vereinbarung mit Google sollen diese Daten allerdings nur anonymisiert an Mozilla weitergegeben worden. Den Nutzern geht es aber weniger um die unberechtigte Nutzung dieser Daten, sondern mehr um den Bruch des Versprechens von Mozilla auf Datensicherheit.

Problem zum Wochenende beseitigt

Firefox bietet zwar eine Option, die Google Analytics deaktivieren soll – den Tracking-Schutz Do Not Track. MacPherson gibt aber in einem Beitrag auf Github zu, dass die Add-ons-Website bisher die Do-Not-Track-Anforderung des Browsers schlichtweg ignoriert habe. „Wir haben heute einen Hotfix für die Add-ons-Website ausgeliefert, der Do Not Track respektiert“, ergänzte Mozilla-Mitarbeiter MacPherson (GitHub-Nick „tofumatt“).

Browser Internet Explorer und Edge blocken SHA-1

Schon seit mehr als 10 Jahren gilt das SHA1-Hash-Verfahren zur Verschlüsselung von Internetseiten als geknackt. Im Februar dieses Jahres gab es dann auch den praktischen Nachweis, dass man Kollisionen, also zwei verschiedene Datensätze, die denselben Hash-Wert ergeben, berechnen kann.

Hersteller Microsoft hat schon länger angekündigt, seine beiden Browser Internet Explorer und Edge so umzustellen, dass sie auf durch SHA-1-Signaturen erzeugte HTTPS-Seiten mit Fehlermeldungen reagieren, was Mozillas Firefox und Googles Chrome  schon seit längerem machen. Seit der letzten Woche liefert der Hersteller Updates für beide Browser aus, um das geknackte Hash-Verfahren SHA-1 jetzt zu blockieren.

Genauere Details zu seiner SHA1-Blockade beschreibt Microsoft im Security Advisory 4010323, eine deutsche Übersetzung dazu finden Sie hier. Diese Updates können auch manuell downgeloadet werden, sie sind im Knowledge Base Artikel 4010323 zu finden.

Als Nachfolgemethode für das Hash-Verfahren wird von Microsoft SHA-2 empfohlen. Dessen zwei Varianten SHA256 und SHA512 werden als genügend sicher angesehen, um auch langfristig die Unterscheidbarkeit unterschiedlicher Online-Dokumente sicherstellen zu können.

Zero-Day-Lücke in Firefox geschlossen

firefox-logoMozilla hat soeben seinen Browser Firefox auf die Version 50.0.2 aktualisiert. Das ist inzwischen schon das zweite Update außer der Reihe für den Feuerfuchs innerhalb einer Woche.

Mit diesem Patch schließen die Entwickler eine vorgestern bekannt gewordene kritische Zero-Day-Lücke, die insbesondere die Nutzer des Browsers als Tor-Browser für das Anonymisierungsnetzwerk The Onion Router (Tor) bedrohte.

Nach dem Security Advisory steckte das Problem in der Browser-Komponente SVG Animation: ein Use-after-free-Bug erlaubte es, Schadcode einzuschleusen und dann auch auszuführen. Davon betroffen sind Firefox 50.0.1 und ältere Versionen, das Extended Support Release 45.5.0 und der Email-Client Thunderbird in Version 45.5.0 und älter.

Das Firefox-Update kann man seit gestern manuell für Windows, Mac OS X und Linux von Mozillas Internetseite herunterladen. Vorhandene Firefox-Installationen sollten sich inzwischen schon automatisch aktualisiert haben.

Angriff auf Tor-Nutzer mit Javascript

torBenutzer des Tor-Browsers werden aktuell aktiv über eine Zero-Day-Lücke angegriffen, die letztlich einen Fehler im Speichermanagement des zugrundeliegenden  Firefox-Browsers ausnutzt.

Eventuell sind auch Nutzer des Firefox-Browsers ohne Tor-Bundle betroffen. Die Sicherheitslücke soll es Angreifern erlauben, ihren Code auf dem Rechner der Tor-Nutzer auszuführen. Der vermutlich verwendete Schadcode wurde schon auf einer Tor-Mailingliste gepostet. Browser-Hersteller Mozilla arbeitet noch an einem Patch, um die Sicherheitslücke zu schließen.

Sicherheitsforscher weisen darauf hin, dass der verwendete Angriff einer Attacke aus dem Jahr 2013 sehr ähnlich ist. So schreibt Twitter-Nutzer @TheWack0lian„Es ist eigentlich fast exakt der gleiche Payload wie er im Jahr 2013 benutzt wurde.“

Damals hatte die Bundespolizei der USA, das FBI, einen Server, der mutmaßlich an der Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen an Kindern beteiligt war, mit diesem Exploit infiziert, um einzelne Tor-Nutzer zu enttarnen.

Projekt Quantum: Mozillas künftige Browser-Engine

projectquantumBrowserhersteller Mozilla gibt einen Ausblick auf die Zukunft seiner Browser-Engine Gecko: Bis zum Ende des nächsten Jahres sollen „erhebliche Verbesserungen“ bei den Nutzern ankommen, verspricht Chef-Entwickler David Bryant in einem Blogeintrag.

Die „Project Quantum“ getaufte Entwicklung soll Gecko auf PCs und Mobilgeräten merklich beschleunigen, insbesondere durch Parallelisierung und Nutzung  von GPUs. Dazu wolle man einige Komponenten von Servo übernehmen, der Engine, an der Mozilla schon seit 2013 arbeitet. Vor drei Monaten veröffentlichte Mozilla schon eine erste Preview-Version von Servo.

Einige der Neuerungen werden in Mozillas Programmiersprache Rust geschrieben, die im Vergleich zu C++ mehr Geschwindigkeit und Sicherheit bringen kann.  Erste in Rust entwickelte Bestandteile haben schon im August Einzug in Mozillas Browser Firefox gehalten.

Sicherheitstest für Internetseiten von Mozilla

ObservatoryUnter der Bezeichnung Observatory bietet die Mozilla Foundation, der Hersteller des Browsers Firefox, einen Sicherheits-Check für beliebige Websites an.

Nach der Eingabe der Domainadresse und einiger Optionen bekommt man in wenigen Sekunden die sicherheitsrelevanten Konfigurationsdaten der Site angezeigt.

Zu den auf korrekte Implementierung untersuchten Verfahren gehören fast alle, die als Reaktion auf bekannt gewordene Sicherheitsprobleme implementiert wurden – von Content Security Policy über Cross-origin Resource Sharing und HTTP Public Key Pinning bis zu HTTP Strict Transport Security und X-XSS-Protection. Nicht geprüft wird dabei auf Probleme im Code wie beispielsweise auf SQL-Injection-Anfälligkeit.

In den Dienst fließen nach Angaben von Mozilla Erfahrungen ein, die man beim Firefox-Hersteller bei der Untersuchung von Millionen von Internetseiten gemacht hat, wobei oft erschreckende Lücken aufgedeckt worden seien – nicht nur bei fremden Internetseiten, sondern auch im eigenen Haus, beispielsweise bei addons.mozilla.org.

Wer für die Pflege oder die Sicherheit einer Internetseite verantwortlich ist, sollte das Tool durchaus einmal laufen lassen – es könnte Sicherheitslücken aufdecken, bevor das böswillige Kriminelle tun…

Jeder Zweite surft mit Googles Chrome

Überall auf der Welt ist Googles Browser Chrome inzwischen die Nummer Eins und hat die früheren Platzhirsche Internet Explorer von Microsoft oder Firefox von Mozilla deutlich auf die Plätze verwiesen. Jeder zweite Surfer weltweit benutzt inzwischen Chrome.

Auch hier in Deutschland ist Chrome auf dem Vormarsch. Die Daten von  StatCounter zeigen ein Kopf an Kopf-Rennen zwischen Chrome und Firefox, wobei beide ungefähr ein Drittel Marktanteil haben. Andere Portale wie zum Beispiel  browser-statistik.de sehen Chrome aber auch schon vor Firefox.

Als Internet Explorer und später Firefox noch das Maß aller Dinge waren, mußte man als Ersteller von Webseiten besonders auf saubere Darstellung unter diesen Browsern achten. Das hat sich inzwischen klar in Richtung Chrome verschoben.