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Google gibt Go 1.9 frei

Soeben hat Google die Version 1.9 seiner Programmiersprache Go freigegeben.

Der Schwerpunkt der Neuerungen liegt wohl in der Verbesserung von Laufzeitumgebung und Tools, das Update bringt aber auch Neuerungen in der Standardbibliothek und der Sprache selbst.

Die wichtigste Neuerung sind wohl die Type Aliases, die besonders für Refactoring-Aufgaben hilfreich sein können. Dadurch wird es möglich, Aliase für Typen zu vergeben, wie beispielsweise byte als anderen Namen für uint8.

Neues bei den Tools

Deutlich mehr Änderungen gibt es bei den Tools zur Sprache. Der Go-Compiler unterstützt ab Go 1.9 das parallele Kompilieren der Funktionen eines Paketes. Dabei werden mehrere Rechenkerne gleichzeitig benutzt, was man schon bisher für die parallele Kompilierung unterschiedlicher Pakete nutzen kann. Die parallele Kompilierung ist als Voreinstellung aktiviert, kann aber manuell deaktiviert werden.

Auf vielfachen Wunsch gibt es beim Vendor Matching eine Änderung: Mit dem Befehl ./… wird es mit Tools, die Paketnamen akzeptieren, nicht mehr erlaubt sein, Pakete innerhalb von vendor-Verzeichnissen aufeinander abzustimmen. Die Funktion wird in Zukunft über den Befehl ./vendor/… verfügbar sein.

Nutzer von JSON können jetzt im ENV-Bereich das neue Flag go env -json nutzen, das einen JSON-Output ermöglicht. Dieses Flag ersetzt das betriebssystemspezifische Output-Format.

Auch das Kommando go test hat jetzt ein neues Flag namens -list. Das nutzt einen regulären Ausdruck als Parameter und gibt in stdout die Namen sämtlicher Tests, Benchmarks und Beispiele aus, ohne sie aber auszuführen.

Alle verfügbaren Informationen zu den neuen Features gibt es im entsprechenden Eintrag zur neuen Sprachversion in der Dokumentation der Programmiersprache Go.

Apple wegen fehlender HTML5-Unterstützung verklagt

nexediWer als Webworker auch für die Apple-Welt programmiert, hat sich vermutlich auch schon häufig über die mangelnde HTML5-Unterstützung des Apple-Browsers Safari geärgert.

Die französische Firma Nexedi, die ERP-Software auf HTML5-Basis erstellt, will es jetzt wissen und hat vor einem Zivilgericht in Paris Klage gegen Apple eingereicht. Wie Challenges.fr schreibt, will das Unternehmen damit erreichen, dass Apple seine HTML5-Implementation in Safari unter iOS verbessert.

Das Unternehmen führt dazu auf seiner Website Tests vor, nach denen Apples Safari aktuell gegenüber anderen Browsern wie Chrome, Opera Mobile, Edge oder Firefox Mobile hinterherhinkt.

Unter anderem wird die Klage mit der Argumentation begründet, ein Supermarkt dürfe Marken auch nicht vorschreiben, nur Bohnen zu verkaufen, die mit den Samen des Supermarktes erzeugt worden seien. Die Erfolgsaussichten der Klage sind schwer zu beurteilen – der erste Verhandlungstermin ist für den 4. Februar 2017 anberaumt.

Browsertests – eine Frage des Glaubens?

browser-logosEs ist ja nicht gerade selten, daß man als Internet-Profi oder Webschaffender von Kunden nach einer Browserempfehlung gefragt wird. Es bleibt allerdings festzustellen, daß Tests der Browserhersteller selbst nur dafür zusammengestellt werden, das jeweils eigene Produkt über den grünen Klee zu loben und den Wettbewerb schlecht aussehen zu lassen.

Aktuell gibt es eine Herstellertest-Runde rund um Googles Browser Chrome, der für Durchschnittssurfer und Profis in meinen Augen zurzeit der empfehlenswerteste ist.

Microsoft hat eine Diskussion um Chromes angeblich erhöhten Stromverbrauch angezettelt und dafür vor drei Monaten einen Test veröffentlicht, in dem der hauseigene Browser Edge, den man als Profi aktuell kaum nutzen kann, am besten abschnitt und Chrome den letzten Platz belegte.

Als Antwort darauf hat jetzt Google ein eigenes Testvideo veröffentlicht, bei dem die Ergebnisse genau umgekehrt sind.

Genau wie Microsoft benutzte Google für den Test ein Microsoft Surface Book für seine Messungen. Getestet wurde dabei die diesen Monat veröffentlichte Version Chrome 53, die ja deutliche Verbesserungen beim Stromverbrauch bringen soll.

Aber auch der von Microsft im Test genutzte Chrome 46 läuft im Test – und kommt dabei zu einem weit besseren Ergebnis als bei Microsofts Vergleichstest. Einen Microsoft-Browser nahm Google nicht in sein Setting auf, wegen der identischen Hardwareplattform liegt ein Vergleich mit Microsofts Ergebnissen aber recht nahe.

Die Resultate beider Tests im Vergleich

stromverbrauch-browser-microsoftMicrosoft war mit seinem Test im Juni zu dem Ergebnis gekommen, dass Edge unter Windows 10 im Schnitt 36 Prozent weniger Strom verbrauche als Googles Chrome, wenn man auf typische Websites wie Facebook, Google und Youtube zugreife. Bei dauerhaftem Videostreaming spielte das Gerät mit Edge 7:22 Stunden mit, mit Chrome dagegen nur 4:19 Stunden.

Auch Google hat nun durch fortlaufendes Videostreaming getestet, und zwar mit Vimeo HD, um nicht in den Verdacht zu geraten, das Google gehörende Youtube sei speziell für Chrome optimiert.

Anders als bei dem Microsoft-Test hält das Surface Book mit Chrome 46 gleich 8:27 Stunden durch, also vier Stunden länger als in Microsofts Aufbau. Ein zweites Gerät mit dem neuen Chrome 53 kommt sogar auf 10:39 Stunden!

Auch Opera schlägt zurück

opera-powersaverNatürlich hat Microsoft mit seinem Test auch eine umgehende und passende Antwort von Opera provoziert. Der norwegische Browser-Hersteller konterte mit einem eigenen Versuchsaufbau, in dem Opera deutlich vorne lag.

Dem Wettbewerber warf Opera mangelnde Reproduzierbarkeit vor. Microsoft dagegen meinte, Opera hätte seinen Adblocker nicht aktivieren dürfen.

Mir fällt dazu ein alter Spruch aus der Vor-Intenet-Zeit ein: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast…

Microsoft bringt Typescript 2.0 RC

TypeScript2.0Die Betaphase von Microsofts Programmiersprache Typescript 2.0 ist zwar schon zu Ende, aber der Konzern hat noch einen Release Candidate für letzte Tests freigegeben. TypeScript ist eine Obermenge von JavaScript, die inzwischen unter anderem durch das JavaScript-Framework Angular2 eine größere Verbreitung erfahren hat.

Nach dem Release der Betaversion haben die Entwickler nicht nur Bugfixes durchgeführt, sondern auch noch mehrere Neuerungen eingeführt.

So sind nun beispielsweise Platzhalter in den Pfadangaben der Konfigurationsdatei tsconfig.js zulässig, so daß sie sich sowohl in deren exclude- als auch im neuen include-Feld nutzen lassen.

Außer dem kennt TypeScript jetzt auch sogenannte Tagged Unions, die man auch als algebraische Datentypen kennt.

Den Release Candidate kann man via NuGet oder npm beziehen, sich TypeScript 2.0 RC for Visual Studio 2015 herunterladen oder ihn sich in Visual Studio Code installieren.

Twitters Diffy zeigt Fehler in Updates

Twitter setzt das in der Programmiersprache Scala geschriebene  Regressionswerkzeug Diffy schon längere Zeit als effizientere und effektivere Alternative zu selbstgeschriebenen Unit-Tests bei neuen Programmfunktionen ein.

Jetzt hat der Microblogging-Dienst Diffy für alle als Open Source freigegeben.

Diffy zeigt Fehler in Apache-Thrift- und HTTP-Services ganz automatisch an. Dabei agiert es wie ein Proxy, der den neuen und den alten Code Seite an Seite laufen lässt und dabei das Verhalten miteinander vergleicht und alle Unterschiede anzeigt.

Diffy

Wächst die Komplexität eines Systems, wird es schnell unmöglich, eine angemessene Testabdeckung über selbstgeschriebene Tests zu erreichen„, schreibt Puneet Khanduri, aus Twitters Tools- und Frameworks-Team: „Dann braucht man ambitioniertere automatisierte Techniken, bei denen Entwickler nur geringfügig eingreifen müssen.

Das Tool von Twitter könnte für die Pflege von komplexen Internetanwendungen sehr hilfreich sein und für kürzere Testzeiten und schnellere Updates sorgen.