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Sprachstandard C++17 ist fertig

Der Sprachstandard C++ des Jahres 2017,  C++17, ist technisch gesehen inzwischen fertig. Das kann man einem Blogeintrag des Vorsitzenden des C++-Standardisierungskomitees Herb Sutter zum jüngsten Treffen der Vereinigung auf Hawaii mit gut 100 Teilnehmern entnehmen.

Es wird also nicht mehr zu inhaltlichen Erweiterungen kommen, sondern jetzt folgt nur noch die endgültige Abstimmung zu C++17, bevor der Standard offiziell veröffentlicht wird.

Weitere Details dazu können Sie Herb Sutters Blogbeitrag und der Statusseite des ISO-Komitees entnehmen. Nach dem Abschluss der C++17-Spezifikation beginnt das ISO-Komitee ab dem für Juli angesetzten Treffen in Toronto mit der Gestaltung von C++20 für das Jahr 2020.

Ruby 2.4 zu Weihnachten verfügbar

Wie immer in den letzten Jahren folgt das Ruby-Projekt auch 2016 seiner Tradition und bringt ein neues größeres Release der Skriptsprache Ruby heraus. Die zu Weihnachten veröffentlichte Version 2.4 bringt viele Neuerungen.

Dazu gehören beispielsweise Verbesserungen bei Hash-Tabellen, die Zusammenführung der Integer-Klassen Fixnum und Bignum in Integer und auch die Groß- und Kleinschreibung mit Unicode in String-Methoden. Wie bei jedem neuen größeren Release haben die Entwickler auch weiter an der Performance der Skriptsprache geschraubt.

Nähere Details zur Version Ruby 2.4

Die neue offene Adressierung (open addressing) macht zusammen mit einem Array, das die Einfügungsreihenfolge beibehält (inclusion order array), die interne Struktur von Hash-Tabellen (st_table) besser handhabbar.

Das auch neu eingeführte binding.irb verhält sich recht ähnlich wie das beim Debugging wichtige binding.pry. Es startet aber dazu eine reguläre IRB (Interactive Ruby Shell). Ein anderes neues Feature betrifft ebenfalls den Bereich Debugging: Die Deadlock-Erkennung von Ruby 2.4 listet Threads jetzt mit ihrem Backtrace und den abhängigen Threads .

Bisher enthielt Ruby mit Fixnum und Bignum zwei Integer-Subklassen. Für Ruby 2.4 wurden diese nun mit Integer zusammengeführt. Das führt dazu, dass alle C-Extensions, die Fixnum oder Bignum benutzen, für Ruby 2.4 überarbeitet werden müssen.

Die Methoden String/Symbol#upcase/downcase/swapcase/capitalize(!) nutzen bei der Konvertierung in Groß- oder Kleinschreibung in der neuen 2.4er-Version die Unicode-Regeln; bisher verwendeten sie ASCII-Regeln.

OpenSSL 1.1.0 wird jetzt ebenfalls von Ruby unterstützt; der Support für OpenSSL 0.9.7 und älter Verschlüsselungen wurde hingegen aus Sicherheitsgründen aufgegeben. Last not least wurden wurden die Komponenten ext/tk und XMPRPC jetzt aus der Standardbibliothek entfernt.

Version 15 von Photoshop und Premiere Elements

adobephotoshopelements15Die neuen Versionen 15 seiner Bildbearbeitung Photoshop Elements und der Videoschnittsoftware Premiere Elements hat Adobe gesten veröffentlicht.

In den insbesondere für Heimanwender gedachten, im Verhältnis zum „großen“ Photoshop preisgünstigen Programmen erlauben neue Assistenten diverse Bearbeitungen beispielsweise mit Hilfe von Reglern.

Adobe schreibt dazu in einer Pressemitteilung:

Elements ist speziell auf die Förderung von Kreativität und das Teilen von Inhalten bei privaten Nutzern ausgerichtet und wartet mit leistungsstarker Filmemachertechnik auf, wie sie auch in Adobes Profi-Software zu finden ist. Mit nutzerfreundlichen Oberflächen und diversen Modi für alle Nutzerniveaus bieten die neuen Elements-Versionen die ideale Kombination aus Leistung und einfacher Handhabung.

Kostenlose Testversionen von Photoshop Elements 15 und Premiere Elements 15 stehen ab sofort zum Download auf der Adobe-Seite bereit.

Voraussetzung zum Download der Testversionen ist die Anmeldung mit einer kostenlosen Adobe-ID.

Editor Vim 8.0 veröffentlicht

VimNach mehr als zehn Jahren haben die Entwickler des Editors Vim (Vi IMproved) jetzt die neue Hauptversion Vim 8.0 veröffentlicht.

Neu in Vim 8.0 sind Features wie die asynchrone Ein- und Ausgabe über sogenannte Channels für die Kommunikation zwischen Vim und externen Prozessen über Pipes und Sockets, Partials – also Funktionsreferenzen mit vorgegebenen Argumenten. Außerdem sind Fenster-IDs neu hinzugekommen, ebenso die drei Vimscript-Datentypen Special, Job und Channel, und darüber hinaus assert-Funktionen für Style-Tests.

Viele der Änderungen betreffen Plugin-Entwickler. Weil neu entwickelte Plug-ins bei bestimmten Funktionen nicht mit den älteren Versionen des Editors laufen können, wurde beschlossen, mit dem neuen Release einen großen Versionssprung zu vollziehen.

Zu den neuen Fähigkeiten des Editors gehört auch, dass Lua jetzt als benutzbare Skriptsprache aufgenommen wurde. Auch die Unterstützung für Lambda-Funktionen bzw. Closures haben die Entwickler mit Vim 8.0 erweitert. So gibt es unter anderem inzwischen mit test-functions eine passende Umgebung, um Funktionen und Skripte testen zu können

Weiterführende Informationen zum neuen Release gibt es in der Dokumentation.

Java-Ersatz Kotlin 1.0 veröffentlicht

KotlinJavaEine gute Nachricht für Webschaffende mit Java-Schwerpunkt:

Nur gut eine Woche nach dem Erscheinen des Release Candidate ist jetzt die Version 1.0 der Programmiersprache Kotlin erschienen.

Version 1.0 sagt ja aus, dass die Kotlin-Entwickler bei JetBrains davon ausgehen, dass spätestens jetzt nichts mehr dagegen spreche, Kotlin auch in Produktivszenarien zu nutzen.

Die JVM-Sprache (Java Virtual Machine) ist inzwischen schon seit mehr als fünf Jahren in der Entwicklung und soll sich gegenüber Java insbesondere durch ihre gute Performance, die Sicherheit und ihre ausdrucksstarke und sehr gut lesbare Syntax auszeichnen.

Kotlin ist objektorientiert, statisch typisiert und mit Java kompatibel, wodurch der Kotlin-Compiler Java-Bytecode ausgeben beziehungsweise Java Kotlin-Code erzeugen und auch Java-Code aufrufen kann.

Den Markt auftrebender JVM-Sprachen teilt sich Kotlin unter anderem mit Scala, Clojure und Ceylon – sie alle sind Open Source.

Das Web-Framework Phoenix 1.0 ist da

elixir1.0_201508Gute Nachrichten für Web-Entwickler: Das in der modernen Programmiersprache Elixir geschriebene Open Source-Webframework Phoenix wurde gerade in der stabilen Version 1.0 veröffentlicht und für den Produktivbetrieb freigegeben.

Phoenix ist ein  besonders für die Entwicklung hochverfügbarer und performanter APIs, HTML5-Apps und Netzwerkservices geeignetes Framework. Nach fast zwei Jahren Entwicklung ist das Framework jetzt in seiner finalen Version 1.0 erschienen. Die runde Versionsnummer soll verdeutlichen, dass Phoenix inzwischen stabil ist und sich für Produktivszenarien eignet.

Phoenix implementiert das serverseitige MVC-Entwurfsmuster (Model View Controller) und soll damit den Programmierern helfen, echtzeitfähige und skalierbare Webanwendungen einfach zu erstellen. Elixir ist eine funktionale Sprache, die auf der Erlang Virtual Machine läuft und sich insbesondere durch Fehlertoleranz und Skalierbarkeit auszeichnet.

SSH-Client PuTTY 0.65 beseitigt Fehler

puttyDer SSH-Client PuTTY wird unter Windows gern beutzt, zum Beispiel für SSH-Verbindungen mit einem Server im Internet.

Die neue Version 0.65, die ihr Entwickler Simon Tatham gerade veröffentlicht hat, korrigiert mehrere Fehler, einen davon sogar schon zum zweiten Mal.

PuTTY 0.65 behebt mehrere Fehler mit der Konfigurationsoberfläche, von denen einer schon behoben und dann in Version 0.64 wieder aufgetaucht war.

Ein zweiter behobener Fehler konnte die Ursache dafür sein, dass die Oberfläche unter Windows Vista gar nicht erst erschien. Außerdem behebt die aktuelle Version Programmabstürze bei SSH-Verbindungen mit Connect-Sharing und auch einen Fehler des SFTP-Clients PSFTP, der sich jetzt automatisch selbst beendet, wenn ein Befehl in einer Batch-Datei scheitert.

Alle behobenen Fehler sind auf tartarus.org gelistet.

Zu den wenigen Neuheiten in PuTTY 0.65 gehören Verbesserungen der Ablaufgeschwindigkeit unter Unix (64-Bit) und die Erweiterung der Log-Funktion: Putty schreibt nun auch die Quelle eingehender Verbindungen bei lokalen und dynamisch weitergeleiteten Ports sowie die Prozess-Kennung bei Downstream-Verbindungen im Connection-Sharing-Modus mit ins Log.

Sie können die Putty-Version 0.65 von der Downloadseite herunterladen.

Weiteren Neuerungen von Crypto-Algorithmen wie Elliptischen Kurven und ChaCha20, werden zurzeit noch bearbeitet, so dass man sie nur in den Entwicklerversionen testen könne, erklärt dazu Entwickler Tatham.

Das JavaScript-Framework Node.js 0.12 ist veröffentlicht

Node.js.0.12Seit dem letzten Wochenende ist das von vielen Programmierern sehnsüchtig erwartete neue Release 0.12.0 des JavaScript-Frameworks zur Entwicklung serverseitiger Programme verfügbar. Fast zwei Jahre mussten die Entwickler, die Node.js nutzen, auf das Release warten – und so mancher ist auch schon abgesprungen.

Im Dezember 2014 kam es schon zur Abspaltung des Forks io.js. Dessen Entwickler haben relativ schnell eine erste Version veröffentlicht und den dafür vorgesehenen Termin auch eingehalten. Seit letzter Woche ist sogar schon ein Folgerelease von io.js da. 

Weitere Details dazu finden sie bei Heise.

Google-Browser Chrome 37 veröffentlicht

chromeSoeben hat Google seinen Browser Chrome als stabile Version 37 für Windows, Linux und Mac OS X veröffentlicht.

Zu den Neuerungen der Version gehören zum Beispiel die verbesserte Darstellung von Schriften, aber auch mehrere neue Programmierschnittstellen (APIs). Wie immer bei einer neuen Version sind natürlich auch Stabilität und der Performance des Google-Browsers verbessert worden.

Besonders für Windows-Nutzer werden jetzt  Schriften im Chrome-Browser etwas schöner dargestellt. Das ist der Unterstützung von Microsofts DirectWrite-API zu verdanken, die die Chrome-Entwickler in Version 37 eingebaut haben.

Microsoft hatte das DirectX-API bei der Veröffentlichung seines Betriebssystems Windows Vista eingeführt. Damals ersetzte DirectWrite das Graphics Device Interface (GDI), das noch aus den 1980er-Jahre stammte, als die Monitore noch klobig waren und nur sehr geringe Auflösungen boten.

DB-Fahrplandaten – Innovation ohne Erlaubnis

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Vertrieb GmbH Birgit Bohle übt scharfe Kritik an Michael Kreil, dem Initiator von OpenplanB. In einem offenen Brief an Kreil beschwert sie sich, dass dieser mit der Veröffentlichung des vollständigen Fahrplan die Rechte der Deutschen Bahn und ihrer Partner verletzt habe.

Dass es keine Genehmigung zur Veröffentlichung der Fahrplandaten gab, war dem Team von OpenPlanB wohl klar, denn sonst hätten Sie die Veröffentlichung kaum mit „innovation without permission“ (Innovation ohne Erlaubnis) überschrieben.

Abgesehen davon, dass es rechtlich kritisch ist, diese Daten als Programmierer oder Ersteller von Internetseiten zu nutzen, werden die wohl auch schnell veraltet sein, denn ohne ein entsprechendes Abkommen mit dem Eigentümer der Daten, der Deutschen Bahn, sind sie relativ schnell veraltet und geben damit falsche Auskünfte.