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Linux-Subsystem für Windows ist fertig

Die Betatestphase für das Windows Subsystem für Linux (WSL) wurde mit dem aktuellen Insider-Build 16251 von Windows 10  offiziell beendet. Die Entwickler dieser Funktion, die das Ausführen von Linux-Anwendungen unter Windows gestattet, ist das WSL jetzt stabil genug für die tägliche Nutzung. Außerhalb der Windows-Insider-Builds soll das stabile WSL mit dem Fall Creators Update (FCU) im Herbst erscheinen.

Nach der Ankündigung ändert sich technisch mit dem Ende der Betaphase fast nichts. Die Ankündigung soll lediglich ein Hinweis für solche Entwickler sein, die bisher wegen noch fehlender Stabilitätsgarantien WSL noch nicht genutzt haben.

Das Team weist aber erneut explizit darauf hin, dass diese Umgebung nicht etwa für den produktiven Einsatz, beispielsweise zum Hosten von Anwendungen, geeignet ist. Auch grafische Anwendungen werden zumindest offiziell nicht unterstützt. Das System soll nur eine interaktive Hilfe für Entwickler bei der Erstellung ihrer Anwendungen sein.

Build 2016: Ubuntu läuft unter Windows 10

UbuntuBashWin10Ein neues Windows-Subsystem erlaubt es, ein Linux-System unter dem Betriebssystem Windows 10 von Microsoft zu starten, ohne dafür eine Virtualisierungslösung nutzen zu müssen.

Bei einer Präsentation auf der Messe Build 2016 zeigte Microsoft als erste Anwendung des Gemeinschaftsprojektes mit Ubuntu-Hersteller Canonical die Bash- Shell, die unter diesem Linux-System läuft. Die Bash sei zu diesem Zweck nicht etwa cross-kompiliert worden, sondern laufe nativ in dem Ubuntu, unterstrich Microsoft. Der Linux-Editor Emacs wurde ebenfalls in dieser Umgebung vorgeführt.

Dieses Angebot richtet sich wohl vor allem an Web-Entwickler – warum sollte sich auch Normaluser die monochrome Kommandozeilenklempnerei unter Linux antun…

Ohne Programmierkenntnisse PowerApps erstellen

Im Rahmen seiner Convergence EMEA Conference hat Microsoft geradeseinen neuen Cloud-Service PowerApps vorgestellt. Mit PowerApps  erhalten Unternehmen ein Werkzeug zur Erstellung einfacher mobiler Apps und Web-basierter Geschäftsanwendungen, die auf allen Smartphones und Tablets laufen.

Zur Nutzung des Cloud-Service sollen keine Programmierkenntnisse nötig sein. PowerApps kombiniert ein Cloud-Backend mit einfach zu bedienenden Werkzeugen, mit denen man die gewünschten Apps mittels vorkonfigurierter Templates mit Drag-and-drop zusammenstellen kann.

Auf der Internetseite von PowerApps hält Microsoft ein (Video-)Tutorial zum Abruf bereit, das ein einfaches Beispiel zur Erstellung einer App auf Basis von bei Dropbox gespeicherten Daten zeigt. Da die PowerApps Browser-basiert sind, kann man sie auf nahezu allen wichtigen Mobilplattformen von iOS über Android bis Windows 10 nutzen.

Browser Edge 13 beherrscht HTML5 jetzt besser

HTML5-ZDNetIn der letzte Woche verteilte Microsoft sein großes Windows-10-Update 1511 Build 10586. Dabei hat der Konzern auch seinen Windows-10-Browser Edge aktualisiert.

Edge trägt jetzt die Versionsnummer 13 und besitzt nun eine deutlich verbesserte HTML5-Kompatbilität und hat auch seine Performance bei der Verarbeitung von JavaScript-Code merklich gesteigert.

Nach einem Bericht von ZDNet erzielt Edge 13 in Sachen HTML5-Kompatibilität ein im Vergleich zur Vorläuferversion um 56 Punkte besseres Ergebnis. Mit den erzielten 453 Punkten in dem HTML5-Test überflügelt Edge 13 sogar Mozillas Firefox, der auf 448 Punkte kommt. An der Spitze liegt weiterhin unangefochten mit einem Wert von 501 von maximal möglichen 550 Punkten Googles Browser Chrome.

Update: SSH-Client PuTTY 0.66

puttyDer SSH-Client PuTTY ist unter Windows ziemlich beliebt, zum Beispiels für SSH-Verbindungen mit einem Server im Internet. Die neue Version 0.66 schließt insbesondere eine seit Version 0.54 vorhandene Sicherheitslücke im Terminal-Emulator.

Die Version 0.66, die der Entwickler Simon Tatham soeben veröffentlicht hat, ist aber kein reiner Sicherheitsupdate – sie bringt auch ein paar kleinere Bugfixes beispielsweise für das neue Microsoft-Betriebssystem Windows 10 und Funktionserweiterungen wie zusätzliche Kommandozeilenoptionen mit.

Tschüss, Systemsteuerung

Im Gespräch war es schon beim Start von Windows 10, aber dann kam das neue Microsoft.Betriebssystem  ja doch inklusive Systemsteuerung. Letzte Woche hat Microsofts Windows 10-Produktmanager Gabe Aul auf Twitter bestätigt, dass es die Systemsteuerung in Windows 10 in Zukunft nicht mehr geben wird.

Schließlich gibt es, wie auch das Artikelbild zeigt,  mit der App „Einstellungen“ (links) unter dem neuen Windows 10 eine gleichwertige Alternative zur Systemsteuerung (rechts), die auch besser zum Gesamtbild von Windows 10 passt und in der man beispielsweise auch auf Tablets viel einfacher navigieren kann.

Wer als Entwickler häufiger mal in die Tiefen des Systems einsteigen muss, beispielsweise um einen Netzwerkadapter anders zu konfigurieren, sollte sich darauf vorbereiten, solche Tätigkeiten in Zukunft auch mit der Einstellungs-App von Windows 10 zu machen.

Am besten sollte man ab sofort versuchen, alles, was man bisher mit der Systemsteuerung machte,  mit der App zu erledigen. Es könnte nämlich sein, dass schon mit dem im November erwarteten ersten größeren Update für Windows 10 die Systemsteuerung Geschichte ist…

Firefox 40 bringt noch mehr Sicherheit

firefox-logoDie gerade veröffentlichte Version 40 von Mozillas Browser Firefox verbessert den Schutz vor Schadsoftware, führt das Signaturen für Browser-Erweiterungen ein und zeigt unter Windows 10 auch ein neues Aussehen.

Die Bedienoberfläche hat der Hersteller aber nur leicht angepasst – sie erhielt ein „frisches, neues“ Aussehen.

Signaturen für Erweiterungen

Um Firefox-Nutzer künftig besser zu schützen, authentifiziert Mozilla seine Firefox-Add-ons jetzt mit Signaturen. Diese sollen auch bald Pflicht werden, plant der Browser-Hersteller:

Danach ist dann nur noch die Installation signierter Erweiterungen möglich. Die Entwickler von Firefox-Addons müssen sich nach diesem Zeitpunkt an festgelegte Regeln halten, um eine Signatur zu bekommen.

In der Firefox 40 erscheint zurzeit nur eine Warnung, die auf die fehlende Signatur hinweist – installieren kann man die Erweiterung zurzeit trotzdem.

Schutz vor Malware

Darüber hinaus hat Mozilla den Schutz vor heruntergeladener Schadsoftware verbessert. Beim Download von ausführbaren Dateien fragt der Browser beim Safe-Browsing-Service von Google, ob es sich bei der Software möglicherweise um Malware handelt.

Zu diesem Zweck gibt Firefox einige Metadaten an Google weiter. Dazu gehören Dateinamen, Dateigröße, Hashwert und die Download-URL. Wurde die Software als gefährlich eingestuft, stoppt der Download.

Der Nutzer kann den Download in Version 40 aber noch manuell freigeben.

Suchmaschine Bing mit Apps im Index

Bing-logo-orangeIn einem Blogartikel bittet Bing-Manager Vincent Wehren Webmaster und SEO-Experten um Unterstützung beim Aufbau eines Index für Apps und App-Funktionen.

Bisher konnten solche Inhalte für die Suchmaschinen nur  als geschlossene und nicht einsehbare Bereiche daherkommen.

Wir bei Bing glauben, dass es einen besseren Weg für Suchende gibt, Apps zu finden und mit ihnen zu interagieren”, schreibt der Manager. Daraus eröffne sich außerdem auch ein Modell mit großen Chancen für Publisher von Apps: “Viele von Ihnen werden dadurch in überlaufenen Kategorien besser konkurrieren können, in denen gewöhnlich eine Handvoll führender Anwendungen dominiert.

Für mehr und bessere Suchergebnisse zu Apps unterstützt Bing zwei offene Standards. Mit ihren Auszeichnungen sollen jetzt Betreiber von Internetseiten die Verbindung zwischen ihren Inhalten und ihrer App aufbauen – sowohl zu deren Inhalten als auch zu den Aufgaben, die sie damit erfüllt.

Das von Facebook verbreitete App Links ist als offener Standard für das Deep-Linking von Apps konzipiert. Es arbeitet mit dem bekannten Konzept der URL, um eine Beziehung zu gleichen Inhalten oder zu Aktivitäten innerhalb einer App herzustellen.

Anders das von allen relevanten Suchmaschinen unterstützte Schema.org: Es zeichnet strukturierte Daten aus und kann deshalb sowohl auf Objekte als auch auf Aktionen verweisen, die eine App oder ein Service damit ausführen.

Wehren zeichnet dazu das Szenario eines Nutzers, der mit seinem Mobiltelefon auf dem Heimweg das Hörbuch “Coraline” (Objekt) des Autors Neil Gaiman anhören (Aktion) möchte – und dem eine Suchanfrage das ohne große Umwege ermöglichen sollte.

Mit seiner Suche nach App-Inhalten will Bing iOS, Android und Windows 10 unterstützen. Indizierten Apps sollen auch in von Bing gelieferten Suchergebnissen auftauchen, beispielsweise beim Sprachassistenten Cortana oder in Windows 10.

Javascript-Engine Chakra unter Windows 10 für alle Anwendungen

Das haben sich viele Programmierer gewünscht, und Microsoft erfüllt den Wunsch nun endlich: Die Javascript-Engine Chakra, die mit HTML, CSS und JavaScript geschriebene Browser-Anwendungen in Windows 10 ausführt, kann unter dem kommenden Windows Programme auch außerhalb des Browsers ablaufen lassen.

Chakra kann unter Windows 10 sowohl in klassischen Win32-Programmen als auch in Verbindung mit Universal Windows Applications. Die geänderten APIs unterstützen die Universal Windows Platform (UWP) sowie ECMAScript 6 nativ und werden in einem Blogbeitrag der Entwickler im Detail beschrieben.

Bisher ließ sich Chakra außerhalb des Browsers nur für besondere serverseitige Anwendungsfälle in Verbindung mit Microsoft-Produkten wie Outlook.com und DocumentDB, Microsofts eigener NoSQL-Datenbank auf Azure nutzen.

Screenshot: thewindowsclub.com

 

Der neue Microsoft-Browser Edge

MicrosoftEdgeMicrosoft will seinen gerade vorgestellten neuen Browser Edge für Windows 10 von dem Ballast befreien, der die Ursache für den schlechten Ruf des Vorläufers Internet Explorer bildete.

Dafür werden lange gepflegte Technologien wie beispielsweise ActiveX und Browser Helper Objects (BHO) ausgemustert.

Edge wurde unter dem Codenamen “Spartan” entwickelt, und mit der in wenigen Wochen erscheinenden endgültigen Version (RTM – Release to Manufacturing) von Windows 10 sind noch weitere Features für den Browser geplant.

Dazu gehört natürlich auch die Unterstützung von Erweiterungen (Plugins). Plugins für Skype, Reddit und Pinterest hat Microsoft schon auf mehreren Veranstaltungen für Entwickler gezeigt.

Ein Schwachpunkt des Browsers Edge soll zurzeit die HTML 5-Unterstützung sein, die noch deutlich hinter den HTML5-Fähigkeiten von Firefox und Chrome zurückliegt – da wird Microsoft aber wohl bis zur Veröffentlichung von Windows 10 noch nachlegen…