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Tor-Browser verrät die IP-Adresse

Ende Oktober fiel Filippo Cavallarin vom Sicherheitsunternehmen We Are Segment eine Sicherheitslücke im Tor-Browser unter Linux und MacOS auf.

Diese TorMoil genannte Schwachstelle öffnet Links, die mit „file://“ beginnen, am Tor-Browser vorbei. Dummerweise kann bei diesem Versuch die echte IP-Adresse des Nutzers mit übertragen werden – damit wird die vom Tor-Browser versprochene Anonymität dann ausgehebelt.

Es betrifft nur die Betriebssysteme MacOS und Linux

Nach den Erläuterungen der Sicherheitsexperten von We Are Segment steckt die Schwachstelle im Umgang des Browsers Firefox, der die Basis für den Tor-Browser bildet, mit Links. Windows-, Tail- und Sandbox-Nutzer sind von dem Problem nicht betroffen.

Noch vor dem letzten Wochenende haben die Tor-Entwickler einen Hotfix für den Tor-Browser erarbeitet. Der aktuelle Tor-Browser für Mac und Linux steht auf torproject.org in der Version 7.0.9 zum Download bereit.

Wer den Tor-Browser für Linux oder MacOS oder Tor-Software aus dem Alpha-Zweig der Entwicklung nutzt, sollte die neue Version so schnell wie möglich installieren. Heute soll noch eine überarbeitete Alpha-Version für Linux und MacOS online gestellt werden.

File-Links können dann nicht mehr angeklickt werden

Achtung: Der Hotfix in der neuen Browser-Version schließt zwar die Sicherheitslücke, bringt jedoch eine Einschränkung mit. Das Klicken auf „file://“-Links funktioniert damit nicht mehr. Nutzer können solche Links aber einfach in die Adressleiste ziehen, um dieses Problem zu umgehen.

Microsoft schliesst CodePlex

Zum Monatswechsel hat Microsoft auf die Dominanz von Repositories wie GitHub reagiert und die Schließung seiner Open-Source-Bibliothek CodePlex angekündigt. Seitdem lassen sich keine neuen Softwareprojekte mehr in CodePlex anlegen.

Ab Oktober dieses Jahres soll die Bibliothek in einem Nur-Lese-Modus aufgerufen werden können – ab dem Zeitpunkt können auch dort schon vorhandene Projekte nicht mehr geändert werden. Die komplette und dauerhafte Schließung kommt dann am 15. Dezember 2017.

Danach soll CodePlex nur noch als Archiv genutzt werden. Benutzer können weiterhin alle dort veröffentlichten Projekte einsehen. Darüber hinaus will Microsoft auch noch downloadbare Archivdateien mit alle Inhalten eines Projekts in Formaten wie beispielsweise Markdown und JSON anbieten.

Entwickler, die mit ihren Projekten auf eine andere Plattform wie beispielsweise GitHub umgezogen sind, können vom CodePlex-Archiv aus auch auf die neue Internetadresse ihres Projekts verlinken.

Kostenloses HTML5-Tool Google Web Designer

GoogleWebdesignerGoogle hat im Oktober seinen kostenlosen Google Web Designer in einer ersten Betaversion veröffentlicht. Er erstellt zwar in der aktuellen Version hauptsächlich Bannerwerbung, ist auch ein gutes visuelles Werkzeug, mit dem sich Websites mithilfe grafischer Tools per Mausklick erstellen lassen.

Nicht nur bei Anzeigen macht es Sinn, das proprietäre Flash von Adobe durch HTML5 zu ersetzen. Einer der deutlichen Vorteile von HTML5 ist, dass es anders als Flash auch unter iOS funktioniert.

Weiterführende Informationen zum Google Web Designer gibt es eine Google+-Seite, ein Nutzerforum und eine Supportseite. – die helfen wirklich weiter.