Das Thema und der Name für die Homepage ist gewählt und die Rahmenbedingung für die Providerwahl gecheckt. Jetzt kommt die Wahl des richtigen Webhosting Tarifes für die gewünschte Webseite.

Auf den Seiten der Hosting Provider finden sich in der Regel wahnsinnig viele Angebote, oft gemsischt oder sogar verbunden mit Angeboten für Internet Zugänge (DSL) oder Muli Media Pakete, Fax Services, Mobilfung Service, Root Server, Managed Server und all dem kram den man doch für die eigene Homepage gar nicht benötigt, als Anfänger sicherlich nicht leicht sich dadurch zu wühlen.

Benötigt wird ein ganz normales Hosting Paket, auch “Webhosting” oder “Shared Hosting” genannt.  Kommen wir einmal zu den Dingen  die bei der Auswahl des richtigen Webhosting Tarifes für die erste Homapage zu beachten sind

  • Domain inklusive

Es sollte mindestens 1 Domain inklusive sein. Hierbei solltet ihr die von Euch gewünschte Endung (.de oder .com oder .net , .org ? ) zur Verfügung haben. Lasst euch nicht mit 20 Inklusiv Domains locken, achtet lieber darauf, dass ihr bei Bedarf weitere Domains hinzu bestellen könnt, denn es macht keinen Sinn schon zu Beginn einen Tarif zu bezahlen in dem der Wert von 20 Domains ungenutzt liegen bleibt und wenn ihr 21 statt 20 braucht ist Ende.

  • Unteraccounts / Accountverwaltung

Wichtig wäre , dass Domains sich auf eigenständige Unteraccounts verteilen lassen, sprich man für jede Domain einen eigenen Speicherort hat, möglichst nicht www.domain1.xy/Domain2 , damit die Suchmaschinen die Inhalte später nicht unter www.domain1.xy/Domain2 UND unter domain2.de finden (Doppelter Content/Inhalt, dass mag Goggle gar nicht).

  • Speicherplatz ( Webspace )

Das ist nun schwierig, denn die wenigsten Homepage Betreiber können vorher schon sagen wie viel Platz sie brauchen werden. Wenn die Webseite auf der Festplatte schon fertig liegt, dann einfach dort nachsehen wie viel Speicherplatz sie belegt. In der Regel ist das einzige was viel Speicherplatz frisst:  Bilder, Videos, Downloads. Wenn Ihr ein Angebot mit 500 – 1000 MB bekommt, sollte dies am Anfang für jede normale udn auch größere Webseite ausreichen.

  • Traffic

Traffic ist der Datentransfair zwischen dem Account in dem die Webseite liegt und dem Browser in dem der Besucher sich die Webseite ansieht. Wenn im Account eine Seite mit 10 Bildern liegt, wo jedes Bild 1 MB Groß ist, dann verursacht der einmalige Aufruf dieser Seite etwas über 10 MB Traffic.  Reine Text Seiten brauchen meisst nur wenige kb.

Früher war “Traffic” ein Wort des Schreckens, ein kleiner Download der über Nacht 5- 10 GB Traffic verursachte, konnte finanziell ein fiasko werden, aber die Preise für Traffic sind  massiv gesunken (mehr wie 1-3 Euro /GB  sollte zusätzlicher Traffic NICHT kosten!) und für eine “normale” Webseite sollten ~10 GB pro Monat selbst bei sehr vielen Besuchern ausreichen. Wichtig ist, dass man irgendwo einsehen kann, wieviel Traffic man im laufenden Monat bereits verbraucht hat. Aufwendige Foren oder Seiten mit Musikdateien oder sonstigen Downloads benötigen mehr Traffic !

  • E-Mail Adressen

Schaut das ihr wenigstens 5 “echte” Pop3 oder Imap Postfächer bekommt, nicht nur 1 Postfach + x Weiterleitungen oder “Aliase”.  Achtet darauf das der Speicherplatz für Eure Mails nicht auf Größe X beschränkt ist, sondern möglichst mit den gesamten Speicherplatz verbunden. Extra Platz für die Mails ist zwar nett, aber es ist blöd wenn selbst ein Wechsel des Hosting Tarifes in einen größeren Tarif dann immer noch nicht mehr Platz für Mails bietet. Bei “Imap” bleiben alle nicht gelöschten Mails auf dem Server, schön in Ordner sortiert wie im eigenen E-Mail Programm, das ist prima für den Fall das der PC mal neu gemacht wird, frist aber eben auch Platz auf dem Server.

  • Spam- und Virenfilter

Achtet darauf das im Tarif Spam- und Virenfilter vorhanden sind. Spam frist Zeit und Zeit ist Geld, gute Spamfilter sind da Gold wert. Aber es sollte Eure Entscheidung sein welche Spam Filter Ihr aktivieren möchtet, so seid ihr selbst Herr Eurer Post und könnte bei Problemen einzelne Filter deaktivieren oder vielleicht sogar eigene Filter definieren ?

  • CGI

CGI wird heute nicht mehr all zu oft benötigt. Es gibt noch einige wenige Scripte und Anwendungen die auf CGI basieren, aber fast alles wurde mittlerweile über PHP realisiert.

  • PHP (4 ?  5! )

Wenn die Webseite nicht nur statisch(html + Bilder) sondern dynamisch sein soll oder z.B. ein Datei mit dem Seitenmenü für alle Seiten damit bei Änderung des Menüs nicht gleich alle Seiten sondern nur die eine Datei geändert werden muss. Oder auch für ein Kontakt Formular (wenns nicht noch in cgi ist) oder auch für fast alle modernen Scripte, dann wird PHP benötigt. Achtet darauf das PHP5 angeboten wird, denn PHP4 wurde von den Entwicklern bereits eingestellt und wird im Laufe der Zeit aussterben.

  • mod_rewrite

Bei der Angebots Beschreibung steht es oft nicht bei, dann fragt einfach mal beim Webhosting Support des Providers an, (eine gute Möglichkeit den Support zu testen) mod_rewrite sollte auf jeden Fall zur Verfügung stehen, es wird später benötigt um die Suchmaschinen-Freundlichkeit der Webseite zu verbessern.Die Option wird in den Angeboten manchmal auch unter “.htaccess Funktionalität” angegeben.

  • save_mode OFF

Einige Provider stellen den save_mod auf “off” , dies ist “eine” Methode die Server zu sichern und dafür zu sorgen das Hosting Kunden nicht auf Dateien anderer Kunden zugreifen können. Hierfür gibt es aber weit bessere Lösungen. Viele Foren, CMS, Shop Scripte laufen nicht, wenn der save_mode “on” ist, fragt hierzu also ebenfalls beim Support an.

  • MySQL Datenbank

Wenn ein CMS (Content Management System zur leichten Verwaltung der Homepage/Webseite) ein Blog Script, ein Shop oder ähnliches geplant ist, dann wird mindestens eine MySQL Datenbank benötigt, 2-3 wären besser zum testen, für Backups, zum Ausprobieren weiterer Scripte ohne bestehendes zu gefährden.

  • Passwortschutz

Manchmal ist es notwendig einzelne Ordner (Admin Bereiche) per Passwortschutz zu sichern. Für einen Anfänger ist dies nicht so leicht, es sollte daher möglichst ein über das Accountlogin / Kundenlogin einzelne Bereiche des Accounts (Ordner) per Passwort zu sichern. Das System erstellt die nötigen Dateien dann in dem Ordner ohne das der Anfänger sich hiermit Mühsam auseinander setzen muss.

  • CronJobs

CronJobs ermöglichen das Zeitlich gesteuerte aufrufen eines Scriptes, z.B. damit ein Backup Script jede Nacht um X.XX los legt, oder ein Script das Statistiken erstellt oder Datenbanken aufräumt etc. CronJobs sind am Anfang nicht wichtig, nur gut wenn man diese später beim wechsel in einen anderen Tarif bekommen oder dazu buchen kann.

  • LogFiles

Ihr solltet zumindest zu den Apache Logfiles Zugang haben, darin ist jeder Zugriff auf Eure Webseite mit gelogt .. dies wird selten benötigt, aber wenn, dann um so dringender.

  • Support

Im Support unterscheiden sich die Anbieter gewaltig, wobei die Angaben auf der Webseite oft fragwürdig sind und vor allem nichts über die Qualität des Supportes aussagen. Was nutzt eine 24/7 Hotline wenn nur die Putzfrau oder jemand mit ähnlicher Kompetenz zu erreichen ist ? Was nutzt ein günstiger Tarif, wenn die “Hotline” richtig teuer ist ?

Achtet darauf ob die Tarife unterschiedlichen Support erhalten, was nutzt ein günstiger Tarif wenn man im Support dann  als Kunde Dritter Klasse behandelt wird.

Also wichtig: Telefon Support zu normalen Büro Zeiten, E-Mail Support auch an den Wochenenden und Feiertagen.

  • Vertragslaufzeit

Wie im letzten Artikel schon angesprochen, sollte die Vertragslaufzeit je nach Monatsgebühr nicht zu hoch sein. Ab einem Betrag von ~5 Euro / Monat keine Laufzeit von über 6 Monaten, ab ~10 Euro / Monat keine Laufzeit über 3 Monate. Wenn Ihr Probleme mit dem Provider habt und vorzeitig wechseln möchtet, ist sonst zu viel Geld weg.

  • Einrichtungsgebühr

Die Einrichtungsgebühr verlangt fast jeder Provider, hierüber finanziert er die Zeit zum Einrichten des Accounts, anlegen der Verträge, zahlt die Domaingebühr für 1 Jahr im Voraus etc. Wenn nicht extra dabei steht “Keine Einrichtungsgebühr” dann wird sie irgendwo versteckt sein, im Kleingedruckten .. sucht sie !

  • Sonderangebote

Vor 10 Jahren, da war der Hosting Markt noch frei, da kamen täglich Tausende Menschen ins Internet die ihre erste Webseite basteln wollten, die Provider brauchten die Leute nur wie Obs vom Baum pflücken. Heute ist das anders, Hosting ist zum “Verdrängungsmarkt” geworden, da die Mehrheit der Internet Benutzer bereits einen festen Provider hat und man Kunden Zugewinn oft nur noch durch “abwerben” schafft.

Das führt dazu, dass Hosting Provider Köder auslegen … Sonderangebote… “erst mal” Kostenlose Angebote .. lasst euch nicht lumpen und vergesst nicht .. es sind Lockangebote, also lest GENAU nach, wie lange die Laufzeit der Verträge ist, was es nach Ablauf der kostenlosen Lockzeit kostet etc.

  • “Alter”  und “Größe” des Providers

In den Jahren sind viele Provider gekommen und gegangen, fusioniert, zerschlagen, gelobt, verkauft, gesunken. An jeder Ecke gibt es Reseller Angebote und so ist es leicht sich eine professionell aussehende Webseite zu basteln und aus zu schaun wie ein Großkonzern und in Wirklichkeit dient das Kinderzimmer nach der Schule als Büro. Oft wird das Angebot auch nur als “Zuverdienst” oder als Chance betrieben und nach wenigen Monaten, wenn ein besserer Job da ist oder die Kosten über den Kopf wachsen, wird alles abgeschaltet. Für Kunden ein emmenser Schaden, denn die Daten sind weg und ein Wettlauf  zur Rettung der eigenen Domains beginnt.

Aber “Kleine” Provider sind nicht immer auch gleich schlecht. Oft erhält man bei kleinen Providern einen freundlicheren Support als bei den sogenannten “Massen-Providern”, wo zu viele Angestellt nur auf die Stopuhr zum Feierabend warten und kein wirkliches “Betriebsinteresse” mit bringen. Achtet darauf, dass die Webseite einen offenen und übersichtlichen Eindruck macht, schaut bei Webhostlist nach was andere Kunden von diesem Provider halten und wie lange der Anbieter dort schon eingetragen ist.

Einen Blick wert:

Suleitec Webhosting bietet seit fast 10 Jahren Webhosting Angebote “Fair Play” an.