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Übernahme am Providermarkt

godaddyDie Host Europe Group ist der größte europäische Hosting-Konzern könnte jetzt an Go Daddy verkauft werden. Dies US- Unternehmen aus Arizona gilt als der größte Domainregistrar der Welt und auch als eine der größten Zertifizierungsstellen für TLS-Zertifikate.

Im Relation dazu ist das Webhosting-Geschäft von Go Daddy besonders in Europa noch ziemlich klein. Vermutlich zur Stärkung dieses Geschäftsbereichs zieht Go Daddy jetzt die Übernahme von Host Europe in Erwägung, berichtet die Agentur Reuters aktuell unter Hinweis auf mit den Vorgängen vertraute Personen.

Die Deutschen Telekom hält seit 2009 Strato, die Nummer zwei auf dem deutschen Hosting-Markt. Der Marktführer in Deutschland ist nach allgemeiner Auffassung United Internet, zu dem 1&1, Web.de, GMX, Internet-X, Fasthosts, Arsys und United-Domains gehören. Inzwischen habe die Deutsche Telekom ihr Angebot vorletzte Woche zurückgezogen und United Internet sei nun von Go Daddy überboten worden.

Auch der Neckermann-Katalog ist jetzt Geschichte

Nachdem bei Quelle schon vor zwei Jahren die Lichter ausgingen und die restliche Ware des Versandhändlers über Restpostenhändler vermarktet wurde, hat es am Wochenende auch den Versandhändler Neckermann getroffen: Im Kataloggeschäft des ersten Quartals 2012 gab es einen Umsatzrückgang um 50%.

Jetzt will Neckermann einen Kurswechsel machen, damit es dort nicht genauso kommt wie seinerzeit bei Quelle. Das Kataloggeschäft soll komplett beendet werden und die Ware nur noch über den Internetshop verkauft werden. Dort liefen sowieso schon 80% des Umsatzes. Der Internetshop ist profitabel und wächst zweistellig.

Für Unternehmen, die im Webhosting und in der Seitenerstellung tätig sind, ist das ein weiteres gutes Argument für die Kundenakquisition bei Unternehmen des Handels und bietet eine gute Gelegenheit für eine Angebotsoffensive in Sachen Webshops und E-Commerce.

Einen Provider hab ich schon – fehlen nur noch die Seiten

Gerade in den Jobbörsen, wo viele Anfragen zur Erstellung von Webseiten kommen, findet man immer wieder Formulierungen wie “Internetadresse und Provider hab ich schon – jetzt fehlen nur noch die Internetseiten”.

Die Reihenfolge ist entscheidend

Das ist wie ein Pferd von hinten aufzäumen. Zunächst muss man natürlich einen passenden Domainnamen finden, der nach Möglichkeit einen guten Zusammenhang mit dem geplanten Inhalt der Seite haben sollte.

Bei der deutschen Vergabestelle DENIC kann man per Whois-Abfrage nachschauen, ob eine deutsche Internetadresse schon vergeben oder noch zu haben ist. Allerdings erlaubt die DENIC nicht beliebig viele Abfragen, meist ist nach einem Dutzend Schluss. Dann kann man aber auf andere Whois-Abfragen im Netz zurückgreifen, die man auch über Google finden kann. Fast jeder Provider stellt eine solche Abfrage ohne Beschränkungen bereit.

Funktionalität und Verkehrsaufkommen bestimmen das Hosting-Angebot

Danach muss man klären, welche Funktionalitäten in der neuen Internetseite genutzt werden sollen, denn das entscheidet darüber, ob ein Webhosting-Angebot zur Realisierung der geplanten Seite ausreichend ist oder ob wichtige Komponenten (Datenbank, Programmiersprache usw.) fehlen oder die Ressourcen (Speicherplatz, Anbindung usw.) zu gering bemessen sind.

Auch der erwartete Besucherverkehr ist wichtig für die Auswahl des Webspace-Angebots. Eine kleine Firmenseite kann man sicher auf einem virtuellen Server laufen lassen, aber eine große Community oder ein großer Shop mit sehr vielen Besuchern braucht schon eher einen Root-Server.

Erst wenn diese Fragen ausreichen geklärt sind, kann man nach sonstigen Kriterien, zum Beispiel dem Preis, den geeigneten Webspace-Anbieter auswählen und die Internetseiten erstellen lassen.