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Scriptsprache Ruby 2.5.0 verfügbar

Traditionell erscheinen größere neue Releases des Ruby-Projekts zwischen den Jahren. Und rechtzeitig vor dem gerade gelaufenen Jahreswechsel haben die Entwickler mit Ruby 2.5.0 die erste stabile Version in der 2.5er-Serie der Sprache vorgestellt. Außer Performance-Verbesserungen bringt die neue Version der Skriptsprache auch einige neue Features mit.

Dazu gehört unter anderem zum Beispiel die Unterstützung für Codeverzweigungs- und Methodenanalysen, um Entwicklern mehr Überblick der Testabdeckung ihrer Programme zu bringen. Das erweitert die Ergebnisse einer Testsuite um Informationen zu den logischen Zweigen in dem Code, die ausgeführt wurden und zeigt auch die dabei ausgeführten Methoden.

Entfernt haben die Entwickler aus ihrer Sicht unnötigen Ballast, wie zum Beispiel den trace-Befehl, der für die Unterstützung der TracePoint-API nötig war. Da die API jedoch so gut wie gar nicht genutzt wurde, hat das Entwickler-Team sämtliche trace-Befehle aus dem Bytecode (instruction sequences) entfernt und durch dynamische Hook Points ersetzt. Das soll zusammen mit einigen weiteren optimierten Methoden zu einer Verbesserung der Performance von bis zu 10 Prozent führen.

Weitere Neuerungen

Die häufig genutzte Bibliothek pp.rb  wird in Ruby 2.5 jetzt automatisch geladen, der Befehl require “pp” ist nicht mehr nötig. Außerdem können die mit Struct.new erzeugten Klassen jetzt auch unmittelbar mit Schlüsselwortargumenten (keyword arguments) umgehen.

Ausgabe von Backtraces und Fehlermeldungen erfolgen jetzt in umgekehrter Reihenfolge, so dass der aktuellste Aufruf als Letzter erscheint. So lässt sich die Ursache für ein langes Backtrace ganz einfach am Ende erkennen, falls das Backtrace dann direkt auf einem Terminal (TTY) ausgegeben wird.

Weitere Details zu Ruby 2.5.0, eine komplette Übersicht der Neuerungen und auch die Download-Links finden Sie in den Release-Informationen zu Ruby 2.5.

Vorbereiten auf PHP 7

Im August dieses Jahres endet der aktive Support für PHP 5. Danach gibt es noch ein Jahr länger Patches gegen Sicherheitslücken geben, aber so langsam müssen sich Entwickler und Anwender darauf einstellen, ihre PHP-Programme rechtzeitig auf die neue Version PHP 7 zu migrieren.

Durch diese klaren Festlegungen zur Support-Dauer wollen die Entwickler einen Fehler wie beim Erscheinen von PHP 5 vermeiden. Damals hatten sie nämlich kein eindeutiges Ende für die Vorversion PHP 4 vorgegeben, die deshalb noch recht lange gewartet werden musste.

Das PHP-Projekt hat PHP 7 genutzt, um viele zuvor als “deprecated” abgekündigte Altlasten aus PHP herauszunehmen und die teilweise inkonsistente und undokumentierte Semantik aufzuräumen. Unter anderem zur sauberen Implementierung eines abstrakten Syntaxbaums überarbeiteten die Entwickler die Syntax von PHP 7 bezüglich der Verwendung von Variablen.

PHP-Programmierer müssen aber nicht nur auf Altes verzichten – sie bekommen mit PHP 7 auch viele neue Features, die die Arbeit mit der Skriptsprache sicherer und komfortabler machen.

Chrome 59 macht Sicherheitslücken dicht

Mit einigen neuen Features kommt Chrome 59.0.3071.86 daher und schließt auch wieder eine Anzahl teilweise kritischer Sicherheitslöcher.

Hersteller Google will sich mit Details zu den Schwachstellen aber noch etwas zurückhalten, bis deren Behebung per Update bei einer Mehrzahl der Nutzer angekommen ist.

Google hat Chrome 59 soeben in den Stable Channel überführt und auch schon mit der Verteilung des Updates begonnen.

Benutzer unter Windows, Mac und Linux sollten die neue Version in den nächsten Tagen beziehungsweise Wochen erhalten. Auch Updates für Android und Chrome OS sollen in Kürze nachkommen.

Wer seinen Browser sofort updaten möchte, sollte die „Hilfe“ und dort „Über Google Chrome“ aufrufen.

Hier kann man nachschauen, welche Version von Google Chrome man aktuell nutzt, und wenn eine neuere Version wie Chrome 59 verfügbar ist, wird der Download mit anschließender Installation auch automatisch gestartet.

Bei mir hat das soeben schon funktioniert…

Browser Vivaldi 1.5 kann Hue-Lampen steuern

vivaldi1-5bHeute hat die Vivaldi Technologies die Version 1.5 ihres gleichnamigen Browsers veröffentlicht. Neben der üblichen Aktualisierung des darunterliegenden Chromium von Google bringt die Version viele Verfeinerungen der schon bestehenden Features mit.

So erfasst das Notiz-Feature automatisch auch einen Screenshot, sobald man Webseiten-Text markiert und dann über sein Kontextmenü eine Notiz anlegt. Tabs lassen sich zwischen Browser-Fenstern verschieben – auch mehrere gleichzeitig. Einen Lesemodus wie andere Browser hatte Vivaldi auch schon bisher, aber viele User dürften das erst mit dem neuen Button in der URL-Leiste merken.

Browser für das Internet der Dinge

Das wohl ungewöhnlichste Feature von Vivaldi 1.5 mag manchen wenig interessieren, für andere wiederum könnte es ein interessantes Gimmick sein: Die neue Browser-Version steuert jetzt auch Philips-Hue-Lampen im Internet der Dinge an.

So wie sich schon bisher der Browser der dominanten Farbe der geöffneten Internetseite anpasste, kann Vivaldi ab sofort auch das Raumlicht verändern über solche Hue-Lampen, zum Beispiel in Rot für YouTube und in Blau für Twitter.

SSH-Client PuTTY 0.65 beseitigt Fehler

puttyDer SSH-Client PuTTY wird unter Windows gern beutzt, zum Beispiel für SSH-Verbindungen mit einem Server im Internet.

Die neue Version 0.65, die ihr Entwickler Simon Tatham gerade veröffentlicht hat, korrigiert mehrere Fehler, einen davon sogar schon zum zweiten Mal.

PuTTY 0.65 behebt mehrere Fehler mit der Konfigurationsoberfläche, von denen einer schon behoben und dann in Version 0.64 wieder aufgetaucht war.

Ein zweiter behobener Fehler konnte die Ursache dafür sein, dass die Oberfläche unter Windows Vista gar nicht erst erschien. Außerdem behebt die aktuelle Version Programmabstürze bei SSH-Verbindungen mit Connect-Sharing und auch einen Fehler des SFTP-Clients PSFTP, der sich jetzt automatisch selbst beendet, wenn ein Befehl in einer Batch-Datei scheitert.

Alle behobenen Fehler sind auf tartarus.org gelistet.

Zu den wenigen Neuheiten in PuTTY 0.65 gehören Verbesserungen der Ablaufgeschwindigkeit unter Unix (64-Bit) und die Erweiterung der Log-Funktion: Putty schreibt nun auch die Quelle eingehender Verbindungen bei lokalen und dynamisch weitergeleiteten Ports sowie die Prozess-Kennung bei Downstream-Verbindungen im Connection-Sharing-Modus mit ins Log.

Sie können die Putty-Version 0.65 von der Downloadseite herunterladen.

Weiteren Neuerungen von Crypto-Algorithmen wie Elliptischen Kurven und ChaCha20, werden zurzeit noch bearbeitet, so dass man sie nur in den Entwicklerversionen testen könne, erklärt dazu Entwickler Tatham.

Mozilla will HTTP nicht mehr unterstützen

HTTP2Erst diskutierten die Mozilla-Entwickler, und dann verkündete Sicherheitschef Richard Barnes offiziell im Mozilla-Blog, dass der Browserhersteller das unsichere, unverschlüsselte HTTP-Protokoll in Zukunft nicht mehr unterstützen will.

Als erstes sollen unverschlüsselt übertragene Inhalten etwa neue Firefox-Funktionen nicht nutzen können, auf die Dauer aber auch bestehende Features des Browsers nur noch sicheren Internetseiten zur Verfügung stehen. Das Ziel sei es, die Betreiber der Webseiten zum Umstieg auf HTTPS zu bewegen und so das Internet sicherer zu machen.

Ein guter Grund, sich für seine Internetseiten jetzt ein entsprechendes Zertifikat – zum Beispiel das kostenlose StartSSL – zu beschaffen und einzusetzen.