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Chat-Widget mit Nebentätigkeit

Viele Unternehmen setzen zum Online-Kundensupport Chat-Widgets ein, über die sie den Kontakt mit ihren Kunden auf der Webseite pflegen können. Das bekannte Tool Live Help Now ist nun bei einer ungenehmigten Nebentätigkeit erwischt worden:

In das Programm war das Krypto-Mining-Script Coinhive integriert, das im Betrieb die Leistung der beteiligten Rechner missbrauchte um darauf Kryptogeld zu schürfen. Dieses Chat-Tool wird von etwa 1.500 Websites benutzt. Sollten Sie als Webworker das Widget ebenfalls benutzt haben, wäre eine Prüfung der entsprechenden Internetpräsenzen dringend anzuraten.

Es ist noch nicht ganz klar, ob die Entwickler des Dienstes das Skript vielleicht vorsätzlich eingebaut haben oder ob sie selbst Opfer eines Angriffes von Dritten geworden sind. Sie waren wegen Thanksgiving (Feiertag) und Black Friday in den USA nicht auf Anhieb zu erreichen.

Nach vorliegenden Screenshots steigt die CPU-Auslastung nach Einbau des Skriptes mit  dem Mining-Code stark an. Die ca. 1.500 Webseiten, die das Widget aktuell nutzen, trugen damit unwissentlich zu einer deutlich höheren Leistungsaufnahme der PCs ihrer Kunden bei.

Bei einem aktuellen Test vor 2 Tagen konnte Golem den Coinhive-Code in dem Widget nicht mehr feststellen.

Test auf Port 7547-Problem

7547-testheise1Durch den GAU bei der Deutschen Telekom am Sonntag ist das Problem aktuell in aller Munde: Manche Telekom-Router sind über ihr Port 7547 angreifbar und Kriminelle versuchen aktuell weltweit, Router über diese Fernwartungsschnittstelle zu übernehmen – beispielsweise als Elemente von Botnets, mit denen dann wiederum andere Rechner und Netze angegriffen werden. Bei diesem Angriff auf Router waren fast eine Million Kunden der Deutschen Telekom betroffen und mussten teilweise bis heute auf Internet, Telefon und Fernsehen verzichten.

Um zu sehen, ob ein Router so angreifbar ist oder nicht, hat Heise heute einen Schnelltest online gestellt.

Kommt das Ergebnis in roter Schrift, gibt es ein Problem mit dem Gerät. Wird das Ergebnis in Grün angezeigt, ist der Router so nicht angreifbar. Eine detailliertere Beschreibung des Tests erreichen Sie über die Antwortseite des Routertests.

Adobe nimmt Änderung des Lightroom-Imports zurück

Lightroom_rollback_bWer sich als Designer oder Ersteller von Webseiten auch über die Änderung der Importfunktion in Lightroom geärgert hat, kann sich jetzt freuen:

Adobe hat jetzt passend  auf die zahlreichen Kundenproteste reagiert und soeben angekündigt, die vor knapp zwei Wochen in dem Bildbearbeitungsprogramm eingeführten Änderungen wieder rückgängig zu machen.

Mit dem Update auf Version 2015.10.2 der Creative-Cloud-Ausgabe bzw. Version 6.2 für Lizenzkunden hatte der Hersteller unter anderem die Importmethode für Fotos geändert – angeblich, um die Bedienung des Programms zu erleichtern. Dadurch gingen aber zahlreiche nützliche Funktionen verloren, und die Bestandskunden beschwerten sich lautstark.

Nach der kommenden Rückabwicklung sollen auch die verschwundenen Funktionen wieder verfügbar sein. Dazu gehört zum Beispiel die Möglichkeit, Bilder schon beim Import von Schlieren zu befreien und Linsenprobleme zu korrigieren.

Rogue Wave hat PHP-Company Zend übernommen

PHP_RogueWave_ZendDas Softwarehaus Rogue Wave hat soeben den PHP-Spezialisten Zend Technologies übernommen.

Mit dieser Übernahme von PHP-Knowhow erweitert Rogue Wave sein Portfolio vor allem in die Bereiche Web und Mobile. Zend Technologies gehört zu den bekanntesten Unternehmen, wenn es um die beliebteste Scriptsprache im Internet PHP geht – das Unternehmen ist selbst an der PHP-Entwicklung beteiligt.

Der komerzielle Fokus der Firma Rogue Wave liegt mehr im Bereich High Performance Computing mit Entwicklerwerkzeugen für C, C++, Java und C#.

Zend-CEO Andi Gutmans, verspricht sich für den PHP-Protagonisten Zend Technologies eine breitere Kundenbasis im Enterprise-Segment. In seinem Blog-Beitrag auf LinkedIn unterstreicht er auch, dass der Zusammenschluss keine Abwendung von der Open-Source-Strategie bedeute, sondern dass er weiterhin zu PHP, dem Zend Framework und Eclipse PDT (PHP Development Tools) stehe. Seine Firma arbeite sehr hart an der Qualität von PHP 7, das Mitte November released werden soll, und der darauf folgenden Zend Engine.

Zu den finanziellen und sonstigen Details der Übernahme haben sich die Beteiligten bisher nicht geäußert.

Mobilversionen von Internetseiten werden immer wichtiger

WPMobilePackWenn sie ihre eigenen Internetseiten mit einem Smartphone aufrufen, ist das für viele Seitenbetreiber eine Art Offenbarungseid.

Je nach verwendetem Browser sieht man nur einen Bruchteil der Seite (die ersten anderthalb Einträge im Horizontalmenü) oder alles auf einmal (aber so klein, dass man es kaum lesen kann).

Und versuchen Sie mal, da einen Link durch Antippen mit dem Finger zu treffen – das braucht viele Versuche oder aber eine Zweifingergeste, um den Bildschirmausschnitt mit dem gewünschten Link darin erst mal zu vergrößern, damit man im zweiten Schritt dann auch erfolgreich draufklicken kann.

Auch so mancher WordPress-Blogbetreiber hat bisher noch kein Mobil-Plugin zugeschaltet. Sei es wegen der schwachen Konfigurierbarkeit des WP-Mobile Packs oder wegen der Sorge, dass Piwik oder Google Analytics Besuche über die Mobilversion nicht mitbekommen könnten.

Deshalb müssen sich die Besucher dann auch weiterhin durch für die kleinen Bildschirme der Mobilgeräte völlig ungeeignete Internetseiten quälen – und rufen solche Angebote nur noch auf, wenn es absolut keine Alternative gibt.

Da lacht die Konkurrenz – und so mancher Interessent wird nicht zum Kunden, weil die angebotene Internetseite einem aus der immer größer werdenden Zahl der Smartphone-Surfer keine Chance lässt…