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D-Referenzkompiler jetzt unter freier Lizenz

Für die DConf in Berlin, wo sich im Mai D-Entwickler aus aller Welt treffen, hat der Erfinder der Programmiersprache D, Walter Bright, eine ganz besondere Überraschung zu bieten:

Ab sofort steht nämlich auch das Backend des Referenzcompilers DMD unter freier Lizenz. Bisher stand er nicht unter Open-Source-Lizenz, weil Bright Teile davon geschrieben hatte, während er noch Angestellter von Symantec war.

Deshalb wurden schon ernsthaft Alternativen zu dem halbproprietären Referenzcompiler diskutiert. Weil DMD aber deutlich schneller kompiliert als die Konkurrenz, mochte aber offenbar niemand ernsthaft auf diesen Compiler verzichten. So gesehen hat sich das Warten für die Community gelohnt.

Neues in Google Go 1.7

Google hat gerade die Version 1.7 seiner Programmiersprache Go freigegebenGo ist eine von Google gepushte Sprache, die der Konzern erstmals 2009 vorstellte. Seinerzeit platzierte Google Go als Alternative zur Sprache C.

2015 befreite sich das Projekt dann allerdings von letzten C-Überbleibseln in seinem eigenen Code. Zu den bekannteren Systemen, die in Go geschrieben wurden, gehören beispielsweise die MongoDB-Tools und Docker. Go kommt auch bei Google selbst zum Einsatz, aber auch zum Beispiel bei SoundCloud. Das vorherige Release Go 1.6 erschien im Februar .

Das neue Release Go 1.7 hat jetzt unter anderem einen neuen Port für IBMs Mainframe System z (s390x) und wurde auf Compilerebene stark überarbeitet. Es gibt nun auch ein neues, kompakteres Format für den Export von Daten. Außerdem ist von Beschleunigungen bei der Garbage Collection und von Änderungen beim Erzeugen von Metadaten und Stack Frame Pointers für Profiling-Werkzeuge wie perf unter Linux oder VTune von Intel die Rede.

Auch die Standardbibliotheken wurden deutlich überarbeitet. Es gibt auch eine kleine Änderung bei der Sprachdefinition: An die Stelle des bisherigen, nicht präzise definierten „Final Statements“ tritt jetzt das „Terminating Statement„. Es ist formal so definiert, wie es dem Verhalten der gc– und gccgo-Compiler entspricht.

Microsoft-Framework .NET wird komplett Open Source

DotNetFoundationEs war höchste Zeit für Microsoft, seine Entwicklungsumgebung .NET als quelloffene Software zur Verfügung zu stellen. Jetzt hat der Softwareriese den Schritt komplett vollzogen. .NET soll in Zukunft nicht nur Windows, sondern auch Linux und Mac OS unterstützen.

Ein Teil des .Net-Environments wie ASP.Net, der Compiler „Roslyn“, Visual Basic und C# waren schon nach der entsprechenden Ankündigung im April dieses Jahres unter dem Dach der extra dafür gegründeten .NET-Foundation zu Open Source geworden.

Jetzt kommen die Runtime CLR, der Just-in-time-Compiler, der Garbage Collector und die Basisklassenbibliotheken dazu.

Die Arbeiten an der neuen Open-Source-Initiative sowie die Portierung haben bereits begonnen. Allerdings wird es laut Microsoft noch einige Monate dauern, bis mit Ergebnissen zu rechnen ist.

Javascript in Firefox fast so schnell wie C++

Schon Anfang dieses Jahres hatten die Entwickler von Mozilla darauf hingewiesen, dass durch die Benutzung der abgespeckten JavaScript-Variante asm.js JavaScript-Programme inzwischen halb so schnell sind wie C++-Applikationen.

Mit den allerneuesten Verbesserungen soll der Performance-Unterschied jetzt sogar auf den Faktor 1,5 gesunken sein, wie auf Hacks.Mozilla.org bekannt gegeben wurde. Wesentlich dazu beigetragen hat die Optimierung der Fließkomma-Operationen durch Verwendung von 32 Bit Floating Point- statt 64 Bit Double-Typen. Es kommt auch noch hinzu, dass die eingesetzten Compiler nochmals verbessert wurden.

Neuer 64 Bit-Browser Waterfox 18.0.1 von Mozilla

Waterfox logoMit Waterfox 18.0.1 bringt Mozilla wieder einen 64-Bit-Firefox heraus. Das gab es früher schon einmal, aber die Entwicklung wurde mit der Version 16 wegen inzwischen behobener Probleme mit Intels C++-Compiler gestoppt.

Jetzt hat Mozilla bei Waterfox die Version 17 übersprungen und der Version 18.0.1 ähnliche Neuerungen gegönnt wie schon den Firefox-Versionen 17 und 18.

Dazu gehören insbesondere das Social API mit seinem Facebook-Messenger und der sehr schnelle Just in Time -Compiler IonMonkey für Javascript.

Waterfox 18.01 läuft unter den 64 Bit-Versionen von Windows 7, Windows Vista und Windows XP. Unter Windows 8 läuft Waterfox 18.01 wohl noch nicht, zumindest ist dies Betriebssystem.