Verbesserter Malware-Schutz in Googles Chrome

Die Windows-Version seines Browsers Chrome 62 hat Google jetzt um drei neue Funktionen erweitert. Alle drei sollen die Erkennung und Entfernung von Schadsoftware verbessern.

Insbesondere will der Browserhersteller verhindern, dass Malware und gefährliche Erweiterungen Suchergebnisse verändern oder Nutzer unfreiwillig in die Arme schädlicher Websites weiterleiten. Dabei erhält Google Unterstützung von dem slowakischen Sicherheitsanbieter Eset.

Google nicht verhindern, dass gefährliche Erweiterungen installiert werden, Deshalb kann Chrome jetzt aktiv werden, wenn eine Erweiterung Einstellungen des Browsers wie zum Beispiel die voreingestellte Suchmaschine ändert. In solchen Fällen weist Chrome auf die Änderung hin und bietet dann an, die ursprüngliche Einstellung wiederherzustellen.

Außerdem wurde die Funktion zum Zurücksetzen des Browsers auf die Werkseinstellungen (z.B. nach einer Malware-Infektion) neu gestaltet. Sie zeigt jetzt eine Warnung an, wenn Chrome eine unerwünschte Software entdeckt, und bietet auch Unterstützung bei deren Entfernung an. Bis jetzt gab es für diesen Zweck nur das separate Chrome Cleanup Tool. Auch die Warnmeldungen wurden neu gestaltet, um besser erkennen zu können, welche Software da entfernt wird.

Die dritte Neuerung bei Chrome 62 ist eine Malware Detection Engine, die nun als fester Bestandteil zu Chrome Cleanup gehört. Die stammt von Eset und arbeitet mit der Sandbox von Chrome zusammen. Damit ist Chrome jetzt in der Lage, deutlich mehr unerwünschte Software vom den Rechnern der Benutzer fernzuhalten als bisher.

 

Swift: Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer


Ihren Hype hat die Apple-Programmiersprache Swift offenbar hinter sich, wie aus der Oktober-Ausgabe des monatlichen Sprachen-Index von TIOBE hervorgeht. Obwohl sich Swift Anfang des Jahres noch in den Top-10 platzieren konnte, rutschte die Sprache jetzt auf Rang 16 ab und liegt damit nur noch einen Platz über ihrem Vorgänger Objective-C.
TIOBE erklärt das Abrutschen dadurch, dass Entwickler bis vor kurzem Android-Apps in Java und iOS-Apps in Swift/Objective-C programmierten, was natürlich entsprechend aufwändig ist, weil sie zwei verschiedene Codebasen verwalten mussten.
Mit zunehmender Popularität von Xamarin, Apache Cordova und Ionic gibt es inzwischen aber Alternativen, die es erlauben, hybride Mobile-Apps zu entwickeln. Das erklärt sowohl den Popularitätsverlust von Swift als auch die Einbußen von Java im aktuellen Index.
Auch die Programmiersprache Go, die noch 2016 von TIOBE noch zur Sprache des Jahres 2016 gekürt wurde, ist inzwischen auf einem ähnlichen Sinkflug wie Swift. Dafür bietet TIOBE bisher aber keine plausible Erklärung an.

Firefox 57 (Quantum) mit doppeltem Speed

Mozilla hat jetzt die erste Beta-Version seines Browsers Firefox 57 (Quantum) mit seiner ganz neuen Bedieneroberfläche (Photon) freigegeben. Die neue Browser-Version soll, wie schon Vorläufer Firefox 55, vor allem eine bessere Performance aufweisen als seine Vorgänger.

Beim Benchmark-Test Speedometer 2.0 erreicht Firefox 57 nach Angaben von Nick Nguyen, Vice President of Product bei Mozilla, die doppelte Leistung wie Firefox 52. Es geht hauptsächlich darum, dem Marktführer Google Chrome Marktanteile abzunehmen.

In einem Youtube-Video vergleicht Mozilla die beiden Browser dann auch direkt und lässt sie dabei jeweils zehn bei den Benutzern beliebte Internetseiten laden.

In den meisten Fällen zeigt Firefox in der Tat die aufgerufenen Seiten schneller an als Googles Chrome. Sogar die Suche nach „San Francisco to New York“ mit Googles eigener Suchmaschine kann Firefox schneller abschließen.

Apple bringt MacOS 10.13 High Sierra

Apple hat jetzt im Mac App Store die nächste MacOS-Version zum kostenlosen Download freigegeben. Die Beta-Phase, die mit dem Goldmaster Candidate erst vor 14 Tagen gestartet wurde, ist damit abgeschlossen.

Die neue Version MacOS 10.13 (High Sierra) bringt im Wesentlichen Neuerungen im Unterbau mit. Dabei wird unter anderem das Dateisystem APFS Pflicht für Nutzer, die eine SSD besitzen. Für Festplatten und Fusion Drives ist das neue System allerdings noch nicht geeignet, deshalb kommt die Unterstützung für diese Datenträger noch nicht mit diesem Update.

Neu in High Sierra ist (nur für neuere Macs) die Unterstützung von High Efficiency Video Encoding (HEVC), wozu  man allerdings einen recht schnellen Prozessor benötigt. Zu den weiteren Neuerungen zählt auch  die Grafikschnittstelle Metal 2 .

Das Update auf High Sierra beseitigt auch viele Sicherheitslücken, die in seinen Vorläufer-Versionen noch vorhanden sind.

Allerdings gibt es auch noch Kompatibilitätsprobleme zum Beispiel mit Wacom-Equipment. Nach Informationen von Macworld UK gibt es auch noch Risiken bei den Programmen AutoCADCivilization 5 und Sophos AV. Diese Software soll im Beta-Betrieb mit High Sierra Probleme machen.

MacOS 10.13 High Sierra wird ab sofort als kostenloses Update angeboten, ist aber aktuell bei vielen Nutzern nur über den manuellen Link in zum App Store zu bekommen. Die Dateigröße des Downloads liegt bei ca. 4,8 GByte.

Kostenlose Google-IDE Android Studio für Apps

Zum Schreiben der Apps genannten Programme für Android-Geräte stehen den Entwicklern viele unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung. Schon seit 2013 bietet Google auch eine eigene Umgebung zu diesem Zweck:Die IDE Android Studio.

Nach einem Testbericht in der Zeitschrift iX fallen im praktischen Einsatz keine ausgesprochen drastischen Schwächen des kostenlosen Entwicklungswerkzeugs auf.

Ganz im Gegenteil: Mit einer nachvollziehbaren Aufteilung der grafischen Oberfläche, vielen Vorlagen und Beispielen, einem hilfreichen Assistenten und auch Übersetzungsfunktionen können angehende Entwickler recht schnell ihre erste Anwendung für Smartphones und Tablets unter Android erstellen.

Auch Tools für Profis

Für erfahrenere Programmierer erlaubt das direkte Debugging im Emulator, Fehler einzugrenzen und zu beseitigen. Dabei können sie gleichzeitig die Auslastung des Prozessors, des Grafikchips oder des Arbeitsspeichers beobachten – hilfreich zum Erstellen von Apps ohne Ruckeln oder Wartezeiten.

Wenn die Anwendung dann fertig ist, könnte eine wichtige Funktion die IDE noch deutlich verbessern: Die erstellte App können Entwickler nämlich bisher nicht ohne eine zusätzliche Erweiterung direkt aus der IDE heraus in Googles Play Store veröffentlichen – hier könnte der Hersteller noch nachlegen!.

Die kommende Version 3.0 (getestet wurde Version 2.3.3) hat sich Google einige weitere praktische Neuerungen ausgedacht, wobei die direkte Unterstützung der Sprache Kotlin wohl das Highlight ist. Eine detaillierte Einführung in die Stärken und Schwächen von Android Studio finden Interessierte in dem iX-Artikel.

Android Oreo ist wohl noch nicht ganz fertig

Wer als Webworker Software-Anpassungen für das letzte Woche vorgestellten Android 8.0 (Oreo) plant, sollte besser noch ein wenig damit warten.

Ein Test des gerade erst von Google veröffentlichten neuen Mobilbetriebssystems Android 8 (Android O, Android Oreo) beim Newsportal Golem wirft die Frage auf, ob auch wirklich Oreo drin ist, wo Oreo drauf steht.

Die Tester wunderten sich zunächst darüber, dass Android Oreo trotz angeblich abgeschlossener Arbeiten an der neuen Hauptversion noch nicht einmal für die Google-eigenen Mobilgeräte als Drahtlos-Update zur Verfügung steht.

Deshalb führten sie ihren Test dann mit den wirklich zum Download verfügbaren Factory Images durch. Dabei mussten sie dann aber feststellen, dass so manche der Neuerungen nicht immer funktionieren. Das Verhalten erzeugte bei ihnen den Eindruck, dass Android 8.0 Oreo übereilt als nicht wirklich fertige Version veröffentlicht wurde.

Machen Sie sich einfach selbst ein Bild durch den achtseitigen Testbericht bei Golem!

Google gibt Go 1.9 frei

Soeben hat Google die Version 1.9 seiner Programmiersprache Go freigegeben.

Der Schwerpunkt der Neuerungen liegt wohl in der Verbesserung von Laufzeitumgebung und Tools, das Update bringt aber auch Neuerungen in der Standardbibliothek und der Sprache selbst.

Die wichtigste Neuerung sind wohl die Type Aliases, die besonders für Refactoring-Aufgaben hilfreich sein können. Dadurch wird es möglich, Aliase für Typen zu vergeben, wie beispielsweise byte als anderen Namen für uint8.

Neues bei den Tools

Deutlich mehr Änderungen gibt es bei den Tools zur Sprache. Der Go-Compiler unterstützt ab Go 1.9 das parallele Kompilieren der Funktionen eines Paketes. Dabei werden mehrere Rechenkerne gleichzeitig benutzt, was man schon bisher für die parallele Kompilierung unterschiedlicher Pakete nutzen kann. Die parallele Kompilierung ist als Voreinstellung aktiviert, kann aber manuell deaktiviert werden.

Auf vielfachen Wunsch gibt es beim Vendor Matching eine Änderung: Mit dem Befehl ./… wird es mit Tools, die Paketnamen akzeptieren, nicht mehr erlaubt sein, Pakete innerhalb von vendor-Verzeichnissen aufeinander abzustimmen. Die Funktion wird in Zukunft über den Befehl ./vendor/… verfügbar sein.

Nutzer von JSON können jetzt im ENV-Bereich das neue Flag go env -json nutzen, das einen JSON-Output ermöglicht. Dieses Flag ersetzt das betriebssystemspezifische Output-Format.

Auch das Kommando go test hat jetzt ein neues Flag namens -list. Das nutzt einen regulären Ausdruck als Parameter und gibt in stdout die Namen sämtlicher Tests, Benchmarks und Beispiele aus, ohne sie aber auszuführen.

Alle verfügbaren Informationen zu den neuen Features gibt es im entsprechenden Eintrag zur neuen Sprachversion in der Dokumentation der Programmiersprache Go.

Apple auf dem Weg zu Swift 5

Version 4 der von Apple gepushten Programmiersprache Swift ist noch nicht heraus, soll aber noch in 2017 kommen. Bei Swift 4 werden gerade die letzten Arbeiten an der Finalversion durchgeführt.

Parallel dazu hat jetzt Ted Kremenek, Apples Senior Manager in Sachen Programmiersprachen und Laufzeitumgebungen, schon die Roadmap für die danach folgende Version Swift 5 bekannt gegeben. Sollte der in der „Swift Evolution“-Mailingliste präsentierte Plan aufgehen, wird das übernächste Release von Swift Ende nächsten Jahres erscheinen.

Dabei liegt der Schwerpunkt auf der ABI-Stabilität, um so zu erreichen, dass in Swift geschriebene Programme nicht wieder neu kompiliert werden müssen, um Sprachänderungen einzuführen – eine wichtige Eigenschaft wirklich hoch entwickelter, moderner Computersprachen.

Weitere Details zum Weg in Richtung Swift 5 finden Sie in einem aktuellen Artikel bei Heise.